UWG für einen fairen Wahlkampf

Clemens Wieland, Vorsitzender der UWG.

Kierspe - „Frank Emde ist unser Kandidat für das Bürgermeisteramt“, erklärte Clemens Wieland, Vorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft Kierspe.

Von Johannes Becker

„Wir schätzen seine Kompetenz und auch seine persönliche Art. Man trifft den Bürgermeister nicht nur im Rathaus sondern auch auf ungezählten Veranstaltungen in Kierspe. Dort mischt er sich immer unter die Besucher und sucht das Gespräch. Doch die, die ihm mangelnde Bürgernähe vorwerfen, sieht man dort nie.“

Im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung unterstrich Dieter Grafe, Fraktionsvorsitzender der UWG, dass die Vertreter der Parteien und Wählergemeinschaften die Zeit vor der Wahl doch möglichst „fair verbringen“ sollten: „Denn nach dem Wahltermin müssen und wollen wir wieder zusammenarbeiten.“

Grafe legte in seinen Ausführungen großen Wert auf „all das, was wir in Kierspe haben und worauf wir stolz sein können.“ Als Beispiele nannte er die „bürgernahe Verwaltung“, den Zentralen Omnibusbahnhof und die guten Einkaufsmöglichkeiten. Auch für die Zukunft sieht er Kierspe mit dem Volme-Freizeitpark, der noch entstehen soll, und der Reaktivierung der Bahnstrecke gut gerüstet. „Natürlich hat das alles Geld gekostet, aber wir haben für die Schulden, die uns belasten, ja auch etwas geschaffen“, so Grafe.

Doch natürlich nutzten die Politiker das Gespräch, um auch noch einmal an eigene Verdienste zu erinnern, so sei es die UWG gewesen, die alle Fraktionen an einen Tisch geholt habe, um gemeinsam „Druck für die Sanierung der L 528 im Bereich der Serpentinen zu machen.“

Für die Wahl im Mai hofft Wieland wieder auf ein ähnlich gutes Ergebnis wie bei den vergangenen Kommunalwahlen, „um weiterhin eine unabhängige Politik in Kierspe gewährleisten zu können.“

In diesem Zusammenhang formulierte er auch noch mal die Grundsätze der Wählergemeinschaft, die parteiübergreifend arbeite und keine politische Festlegung habe. Wieland: „Deshalb gibt es auch keinen bürgerlichen Block. Wir haben keinen einzigen gemeinsamen Antrag in den vergangenen fünf Jahren mit der CDU gestellt, dafür aber mit den Grünen und der SPD. Uns geht es vor allem darum, Sachthemen nach vorne zu bringen.“

Für die kommenden Jahre haben die UWG-Politiker ihre Ziele festgelegt. So will man sich für einen Ausbau der Breitbandversorgung einsetzen, die vorhandenen Schulen sichern und sich für eine moderne Schulausstattung einsetzen. Wichtig ist den Unabhängigen auch die Stärkung des Sicherheitsgefühls in Kierspe und ein verstärkter Kampf gegen den Vandalismus. So ist es ihnen natürlich ein Anliegen, die Stadtwacht – die auf Anregung der UWG eingerichtet worden sei – beizubehalten und gleichzeitig sich dafür stark zu machen, dass die Polizei mehr Präsenz in Kierspe zeige.

Außerdem wollen die Politiker auch eine Beibehaltung der freiwilligen Leistungen wie Hallenbad und Bibliothek. Darüber hinaus will sich die UWG für den Ausbau altersgerechter Wohnungen einsetzen. Wieland: „Derzeit gibt es in Kierspe gerade einmal vier Häuser mit Mietwohnungen, die über einen Aufzug verfügen.“

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