„Waldholz Sauerland“ übernimmt

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Das Holz, das im Wald der Stadt eingeschlagen wird, soll künftig von der Waldholz Sauerland GmbH – der Nachfolgerin des Landesbetriebs Wald und Nolz NRW, welche die Aufgabe aus kartellrechtlichen Gründen Ende des Monats einstellen – vermarktet werden.

Kierspe - Die Vermarktung des Holzes aus dem Wald der Stadt Kierspe erfolgt zukünftig durch die Waldholz Sauerland GmbH mit Sitz in Olpe.

Bei einer Enthaltung stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bauen für den Verwaltungsvorschlag. Diese Änderung wurde notwendig, da der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen die Holzvermarktung zum Ende dieses Monats einstellt. Denn die Holzvermarktung sei, wie mehrfach berichtet, kartellrechtswidrig.

Daher war beziehungsweise ist die Stadt und damit natürlich auch die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kierspe-Rönsahl, zu der die Stadt gehört, gezwungen, sich einen anderen Vermarktungspartner zu suchen. Den hatte die FBG, die zur Forstwirtschaftlichen Vereinigung Mark/Ruhr – der haben sich mittlerweile alle FBG im Forstamtsbezirk Lüdenscheid angeschlossen – mit der Waldholz Sauerland GmbH gefunden.

Vereinigung ist Gesellschafterin

Denn die Forstwirtschaftliche Vereinigung ist Gesellschafterin der Holzvermarktungsgesellschaft. Diese war vor zehn Jahren gegründet worden, als die Diskussionen um eine möglicherweise kartellrechtswidrige Vermarktung durch den Landesbetrieb begannen – und um eine mögliche Alternative zu haben.

Erst einmal einen Vorratsbeschluss

Für die Ausschussmitglieder eine logische Konsequenz, dem zu zustimmen. Dem Einwand von Carsten Möller (SPD), man agiere an der Abgabeverordnung vorbei – die einen Verkaufsgrenzwert von 1000 Euro für die Vergabe vorsehe – folgte niemand aus dem Gremium. Zumal Möller auch selbst erläuterte, dass die Landesregierung vorsehe, den Grenzwert auf 50 000 Euro anzuheben.

Möller wollte aus dem Beschluss einen „Vorratsbeschluss“ machen, der dann greift, wenn die Landesregierung die Änderung in der Abgabeverordnung vorgenommen hat – die Entscheidung gilt bereits jetzt, wenn der Rat diesem ebenfalls zustimmt. Offen ist allerdings noch, ob auch in Zukunft der Holzeinschlag durch den Forstbetriebsbeamten des Landesbetriebs wie bisher begleitet wird oder in Zukunft ein privater Förster dafür engagiert werden soll/muss. Zu dem Thema sind bislang noch keine Entscheidungen getroffen worden, daher läuft es vorläufig weiter wie bisher.

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