Umgestürzter Baum

Im Volmetal droht an der B54 eine Überschwemmung

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Ein Baum ist genau in Höhe eines Wehrs in die Volme gestürzt, dahinter hat sich bereits einiger Unrat angesammelt, der dazu beiträgt, dass sich das Wasser staut. Unter anderem stecken eine Kinderrutsche und mehrere große Kunststoffkisten fest.

Kierspe - Jetzt darf es keinesfalls stark regnen, ansonsten könnte es zu einer Überschwemmung an der Volme kommen – und das nahe der Bundesstraße 54. Ein umgestürzter Baum und dahinter festhängender Unrat stauen das Gewässer.

Im Frühjahr, besser gesagt genau am 13. März dieses Jahres, sei der Baum in die Volme gestürzt, da ist sich Gerda Ackermann ganz sicher. Sie habe das auch damals der Stadt mitgeteilt, doch passiert sei nichts. „Und jetzt wird es langsam Zeit, denn die starken Regenfälle kommen ja jetzt erst“, sagt die Anwohnerin der Volmestraße.

Das sieht der Leiter des Sachgebiets Ordnung bei der Stadtverwaltung Oliver Knuf genauso. „Wir werden den Eigentümer des an den Fluss angrenzenden Grundstückes sofort auffordern, die Gefahrenstelle zu beseitigen“, sagt er auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung.

Durch diese Anfrage habe er auch erstmals von dem Baum erfahren. Warum die Meldung über den umgestürzten Baum ihn im Frühjahr nicht erreicht habe, wisse er nicht.

Von der Kinderrutsche, die sich hinter dem Baum verfangen hat und die nun gemeinsam mit zwei großen Kunststoffkisten den Stau des Gewässers verstärkt, hatte das Ordnungsamt allerdings bereits Ende September von einer anderen Anwohnerin erfahren. Knuf: „Ein Mitarbeiter hat sich das damals angesehen, aber die Gefahr nicht als solche erkannt. Da von der Rutsche ja keine unmittelbare Umweltgefahr ausgeht, haben wir die Bergung des Geräts noch nicht beauftragt. Der Baum, der unter der Wasserlinie liegt, wurde, warum auch immer, bei dem Ortstermin nicht gesehen.“ Das war nach dem ersten Anruf der MZ anders. Erneut schaute sich ein Mitarbeiter des Sachgebiets die Situation vor Ort an. Jetzt wird der Baum und die dadurch entstehende Stauung als „unmittelbare Gefahr“ eingestuft. Nun soll also der Eigentümer des angrenzenden Grundstücks tätig werden – und zwar „unverzüglich, ohne schuldhaftes Verzögern“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Knuf erklärt, dass eine akzeptable Verzögerung etwa dadurch entstehen könnte, dass ein beauftragter Unternehmer erst in einigen Tagen anrücken könnte. „Denn ohne Maschinen wie eine Winde wird dort wohl nicht zu machen sein, auch, weil nicht nur ein Baum umgestürzt ist, sondern weitere Bäume drohen, in die Volme zu stürzen“, erklärt der Sachgebietsleiter.

Knuf erklärt auch, wer grundsätzlich für die Beseitigung solcher Gefahren zuständig ist: „Der Fluss gehört dem Land. Damit ist dieses auch für ihn verantwortlich. Stürzt aber ein Baum ins Gewässer, dann ist der Eigentümer des Grundstückes zuständig, auf dem der Baum zuvor gestanden hat.“

In erster Linie sieht die Stadtverwaltung eine Gefahr durch Überschwemmung. Die Gefahr, dass spielende Kinder über den umgestürzten Baum klettern könnten und ins Wasser fallen, schätzt sie als gering ein. Liegt doch das Gelände, in dem der Baum umgefallen ist, an einer eher schlecht zugänglichen Stelle – und ist nur von Bundesstraße aus zu erreichen. Bevor man dorthin gelangt, muss eine Leitplanke überstiegen werden, danach geht es durch Brennnesseln und dichtes Unterholz.

Danach bietet sich aber ein wildromantischer Blick auf die Volme, die in diesem Bereich von der Bundesstraße an die Hangseite wechselt. Dazu muss sie das Wehr und eine in Verwitterung befindliche alte Wehranlage überfließen.

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