Besinnliches zwischen Maschinen

25. Adventsbasar des Heimatvereins im Schleiper Hammer

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Beim Adventsbasar des Heimatvereins im Schleiper Hammer sind sie zweifellos immer wieder ein Hingucker, die Schwibbögen von Rudi Räbsch. 

Kierspe - Es war schwierig, einen Parkplatz am Schleiper Hammer zu bekommen. Dicht an dicht standen am Samstag dort die Autos der Besucher, die den Adventbasar besuchen wollten.

Klein aber fein stellte er sich in dar. Seit 25 Jahren richtet der Heimatverein immer am ersten Advent seinen Adventbasar im Schleiper Hammer aus.

Das Besondere ist hier die Kombination von alten Maschinen mit leuchtend bunten Angeboten sowie das schützende Dach über den Köpfen der Aussteller und Besucher. Gleich beim Betreten des alten Hammerwerkes leuchteten schon die vielen Schwibbögen von Renate und Rudi Räbsch den Besuchern entgegen.

Ihnen gegenüber stand die Frauengruppe des Heimatvereins. Fleißig hatten sie in den vergangenen Wochen gestrickt und gehäkelt und viele schöne Dinge sind dabei entstanden. Baskenmützen mit Schals, Socken, wärmende Handschuhe mit angeschnittenen Fingerspitzen oder für die Kleinsten Babyschuhe. Ausgesucht konnte man das noch verbliebene Angebot am Samstagnachmittag nennen, denn die schönsten Modelle gingen gleich kurz nach dem Öffnen des Basars weg.

Lucia Ernst brachte getöpferte Engel, Nikoläuse aber auch Hühner, Behältnisse oder Menschenfiguren mit, die nur noch auf ihre neuen Eigentümer warteten. Beate Hoppe hatte Filzwolle in leuchtendbunten Farben aber auch gehäkelte Topflappen, gefaltete Sterne und gegossene Kerzen. Beim Stand der Familie Uellner war alles in grau, weiß und mint gehalten. Schon seit 21 Jahren sind Dagmar und René Uellner aus Kierspe auf dem Adventsbasar im Schleiper Hammer zu finden – und auch nur hier. Angefangen hatten sie mit dem Bären Knut und den Schanhollen, die alle aus Holz geschnitten waren. Im Laufe der Jahre änderte sich ihr Angebot. Sie nahmen auch modernere Arbeiten dazu und freuen sich, dass sie fast immer alles an die Frau oder den Mann bringen können. Gesägt wird bei ihnen noch von Hand mit einer normalen Bandsäge. Eine Bohrmaschine und eine Schleifmaschine komplettieren den Maschinenpark, der Rest ist Handarbeit.

Neben den vielen weihnachtlichen Artikeln gab es auch Angebote, um sich zu stärken. Auf die Potthucke des Küchenteams vom SGV hatten sich schon viele Besucher gefreut und wer dann noch einen süßen Zahn besaß, aß ein Hefebällchen hinterher. 20 Potthucken je fünf Kilogramm hatten die Frauen vom SGV zu Hause vorbereitet. Die nicht loszuwerden, da hatte das Küchenteam keine Sorge. „Potthucke wird zu Hause wenig gemacht, weil das so viel Arbeit ist. Daher wird sie hier gerne gegessen und in Gesellschaft schmeckt sie noch einmal so gut“, so das Küchenteam des SGV. Der Förderverein der Schanhollenschule zauberte ein großes Kuchenbüffet auf die Tische. Der Heimatverein bot an einem weiteren Stand noch Würstchen und Kartoffelsalat sowie Getränke an, der auch alkoholfreien Holunderpunsch zur Auswahl hatte.

Besonderer Adventsgast im Schleiper Hammer war dieses Jahr die VHS-Geschichtenschmiede, die am Samstagnachmittag zu ihrem Literaturcafé einlud. Einem Weihnachtsliteraturcafé mit besonderer Note, denn die skurrilen und humorvollen Geschichten drehten sich alle um die amerikanische Version des Weihnachtsmanns, Santa Claus, der mit seinen Rentieren in einer Bar in Manhattan landet. Parodien zu einem Bild des amerikanischen Malers Edward Hopper hatten den Impuls gegeben, die „Nachtschwärmer“, das einsame Barbesucher an einer Theke zeigt. Martina Schnerr-Bille, Hans Halbfas, Bärbel Wengenroth, Doris Petermeier, Felicitas Zelic, Heike Steinbach und Susanne Regali lasen mit sichtlichem Spaß an der Sache ihre Versionen von gestrandeten, whiskyseligen Weihnachtsmännern, Rentieren, deren rote Nasen aus dem Schönheitssalon stammen, einer Weihnachstfrau, und mit ihrem knappen Kleid selbst den Chef der Weihnachtsmännerinnung in Verwirrung bringt. Die mehr als Besucher teilten das adventliche Vergnügen sichtlich. Umgeben von alten Arbeitsgeräten und Maschinen bot der Basar eine besondere Atmosphäre.

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