Erste Hilfe: Premiere für Schulung aller Lehrer

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Kierspe - Es ist das erste Mal, dass gestern die 225 Lehrerinnen und Lehrer der Gesamtschule (GSK) eine umfangreiche Erste-Hilfe-Schulung erhielten - und schon vorher gab es Anfragen, das von Pädagogin Jasmin Bölling in Kooperation mit ihrem Kollegen Michael Brück, Studentin Jessica Helmke, Rettungsassistent Bastian Lahme und Feuerwehrmann sowie Bezirksschornsteinfegermeister Mike Budde erstellte Konzept auch in anderen Schulen durchzuführen.

Das Konzept beinhaltet nicht nur die „normale“ Erste-Hilfe, wie sie Führerscheinanwärter kennen, sondern viele weitergehende Informationen - verteilt auf die fünf Module Verkehrsunfall, Reanimation, internistische Notfälle, Erste Hilfe in Schulen und Brandschutz. Im besonderen sollen die Lehrer für Gefahren sensibiliert werden, um schon dann einzugreifen, bevor etwas passiert. Und um ohne Panik richtige Maßnahmen in den jeweiligen Fällen zu ergreifen.

An der Gesamtschule gibt es zwar eine sogenannte Blaulicht-AG, bei der Schulsaniäter regelmäßig weitergebildet werden. Ebenso müssen 20 Prozent des Kollegiums, insbesondere Sport- und naturwissenschaftliche Lehrer in Erster Hilfe ausgebildet sein. „Wir haben natürlich alle Kenntnisse“, erklären Schulleiter Johannes Heintges und Mirjam Wirz, didaktische Leiterin der GSK, „und die wollen wir einfach wieder einmal auffrischen. Denn die meisten hätten einen Erste-Hilfe-Kurs schon vor vielen Jahren absolviert.

Die Reaktion des Kollegiums auf den Vorschlag, solch eine umfangreiche Schulung durchzuführen, sei sehr positiv gewesen und fiel fast einstimmig aus. Es war den Lehrerinnen und Lehrern auch anzumerken, dass sie gestern mit großem Interesse wieder einmal selbst die Schulbank drückten und die verschiedenen Übungen und Handgriffe gerne mitmachten. „Und wir können so den Eltern der Schüler zeigen, dass es bei uns ein großes Sicherheitsbewusstsein gibt“, freute sich Heintges, der sich ebenfalls schulen ließ - denn irgendwann kommt einmal die Situation, wo man helfen muss.

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