Umbau des Lutherhauses fast abgeschlossen

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Baukirchmeister Udo Billhardt verschafft sich einen Überblick über den Fortgang der Arbeiten in der Jugendetage des Lutherhauses. ▪

KIERSPE ▪ Wenn die letzte Mieterin der Wohnung im Obergeschoss des Lutherhauses nun ihre früheren Räume noch einmal betreten würde, sie würde sie wohl kaum wiedererkennen. Mit viel Idealismus und handwerklichem Geschick haben die Jugendlichen der Gemeinde in den vergangenen Monaten die Zimmer entkernt und bis in die Dachspitze geöffnet, um die sogenannte Jugendetage nach ihren eigenen Wünschen zu gestalten.

Drei Jahre ist es bereits her, da zog die letzte Bewohnerin der kleinen Wohnung im Dachgeschoss des Lutherhauses aus und machte so den Weg für den Umbau frei. Und nachdem nun Erd- und Obergeschoss komplett renoviert wurden und auch ein neues Treppenhaus den Weg vom Eingang bis zum Dach weist, konnte mit dem Umbau der Jugendetage begonnen werden. „Wir haben damals mit rund 70 000 Euro Renovierungskosten gerechnet und Dank des Engagements der Jugendlichen und anderer Gemeindemitglieder werden wir damit wohl auch hinkommen. Vielleicht wird es sogar etwas billiger“, freut sich Baukirchmeister Udo Billhardt, der den Umbau des gesamten Hauses seit Jahren betreut.

Um Platz für die Jugendlichen zu schaffen, wurden die Räume nicht nur nach oben ins Dach geöffnet, sondern auch nach den Seiten verbreitert. „Das ging aber nur, weil wir die Tragwerkskonstruktion des Daches auf das Notwendige beschränkt haben und mit leichten aber belastbaren Stahlseilen für die notwendige Stabilität im Gebälk sorgen“, so Billhardt.

Wochenlang haben die Jugendlichen dabei allein an den Balken gearbeitet, haben alte Nägel herausgezogen und das Tragwerk abgeschliffen. Denn später werden die Holzbalken offen in den beiden Räumen stehen.

Unter den Dachpfannen selbst wurde eine starke Isolierung eingebracht, damit die Heizkörper der neu eingebaute Zentralheizung auch wirklich die Räume und nicht die Luft außerhalb der Gebäudes erwärmen. Später wurde dies alles mit Gipskartonplatten verkleidet.

Jetzt haben die Ehrenamtler aber erst einmal Pause. Denn Spachteln und Tapezieren hat die Malerfirma Schröter aus Kierspe übernommen, die Anfang dieser Woche mit ihrer Arbeit begonnen hat.

Später werden dann noch die Fußböden verlegt. „In den Raum, der von den Älteren genutzt wird, werden wir Teppichboden verlegen, im anderen Raum wird es ein PVC-Boden sein. Wir haben im Vorfeld mit den Gruppenleitern gesprochen und ihre Wünsche und Ideen bei der Planung berücksichtigt. Deshalb gibt es in dem Raum, in dem sich auch die Krabbelgruppe trifft, einen Bodenbelag, der sich leicht reinigen lässt“, so der Baukirchmeister.

Und die Mütter, die sich dort mit ihren Sprösslingen regelmäßig einfinden, werden es sicher zu schätzen wissen, dass sich nun auch auf dieser Etage zwei Toiletten finden und sie nicht mit den Kleinen bis ganz nach unten müssen.

Um die jüngsten Nutzer der Etage vor einem Absturz zu sichern, wird bald auch noch ein Törchen aus Edelstahl angebracht, das den Flur vom Erdgeschoss trennen wird.

Wenn es für die Kinder nach oben oder nach unten geht, können sie sich an dem doppelläufigen Handlauf festhalten.

„Als wir mit den Umbauarbeiten begonnen haben, hatten wir noch nicht die gesamte Summe zusammen, die wir benötigen. Aber nachdem wir so gute Erfahrungen mit Spendern beim Umbau der beiden unteren Etagen gemacht haben, waren wir zuversichtlich, dass wir auch genügend Unterstützung für die Jugendetage bekommen würden“, berichtet Udo Billhardt und fügt schmunzelnd hinzu: „Es sieht auch so aus, als würde es klappen.“

Doch um auch die entsprechenden Möbel anschaffen zu können, müssen noch etliche Kiersper ihren Geldbeutel öffnen.

Spenden nimmt der „Förderverein Jugendarbeit“ entgegen. Möglich ist eine Gabe per Überweisung auf das Konto des Fördervereins (Konto-Nr. 9 00 43 34) bei der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen (BLZ: 458 516 65). ▪ jobek

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