Übergreifende Drückjagd bei heftigem Regen

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Bei der Streckenlege erwiesen die Jagdhornbläser mit Hörnersignalen dem erlegten Wild die letzte Ehre.

RÖNSAHL ▪ Wetterfest mussten sie schon sein, die immerhin 200 aktiven Jäger und Jagdhelfer, die sich kürzlich auf Initiative des Hegerings Kierspe-Rönsahl zur Durchführung einer Drückjagd getroffen hatten und sich von ihrem Vorhaben auch durch den teils heftigen Regen nicht abhalten ließen.

Wie schon in den Vorjahren mit gutem Erfolg praktiziert, ging es auch diesmal darum, mit einer zeitgleich und flächenübergreifend in allen zwölf Kiersper Jagdbezirken angesetzten sogenannten Drückjagd vornehmlich gegen die erhebliche Überpopulation an Schwarzkitteln vorzugehen. Gleichzeitig wurde auch Meister Rotrock, dem Fuchs, auf den Pelz gerückt.

Diese gemeinsame Form des waidgerechten Jagens, so informierte Hegeringsleiter Matthias Heveling in diesem Zusammenhang, werde seit längerer Zeit auch in den Nachbarrevieren, wie beispielsweise in Halver, durchgeführt. Zweckmäßigerweise gegen Ende des Jahres, wenn die Ernte in Feld und Flur abgeschlossen ist, ist der beste Zeitpunkt für eine weiträumig und großflächig durchgeführte Jagd gekommen. Darüber hinaus haben dann auch Bäume und Sträucher ihr Laub verloren und bieten dem Jäger somit eine bessere Sicht.

Im Sinne einer verantwortungsbewussten Bestandspflege, und dazu gehöre natürlich auch die Reduzierung des aufgrund günstiger Witterungslagen in den vergangenen Jahren überproportional hohen Wildschweinbestandes, so Heveling weiter, liege auch die mit dem Abschuss von Schwarzkitteln einhergehende Minderung von Wildschäden in der Landwirtschaft. So werde auch das Risiko für das Auftreten der Schweinepest minimiert.

Auch der Bejagung des Fuchses als Überträger des gefürchteten Fuchsbandwurmes komme entsprechende Bedeutung zu. So mache man immer wieder gern von der Möglichkeit Gebrauch, im Rahmen der gemeinsam und einmal jährlich durchgeführten Drückjagd zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Großes Lob zollten der Hegeringsleiter und der ebenfalls bei der Jagd anwesende Kreisveterinärarzt Dr. Jobst Trappe dem disziplinierten Verhalten der Jagdfreunde während der vierstündigen Jagd, so dass es auch bei denkbar widrigen Witterungsverhältnissen keinerlei unliebsamen Begleiterscheinungen gegeben habe.

Als nach Abschluss der Jagd bei der sogenannten Streckenlege auf Gut Haarbecke Bilanz gezogen wurde, waren den Jägern insgesamt sieben Wildschweine – davon drei im Jagdbezirk Varmert, drei in Haarhausen-Dörscheln und einer im Bereich der Kerspe-Sperre – vor die Flinte gelaufen. Ferner hauchten zwei Füchse ihr Leben aus – einer im Bezirk Wernscheid und der andere in Löh-Glietenberg. Zwei Ricken und ein Hase galten als Zugabe und bereichern nun den Küchenzettel der erfolgreichen Jagdfreunde. ▪ cr

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