Ein Täter schoss dem Inhaber mit einer Gaspistole ins Gesicht

Nach Überfall auf Juwelier: Deshalb gibt es (noch) keine Fahndungsfotos

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Kierspe - Nach dem bewaffneten Raubüberfall auf Juwelier Klingelhöfer in Kierspe von Freitag (8. Februar) ist eine Veröffentlichung der Aufnahmen aus den Überwachungskameras noch nicht absehbar. Das sagte Polizeisprecher Dietmar Boronowski auf Anfrage. Unterdessen sind neue Fakten bekannt geworden.

Zwei maskierte Täter hatten am Freitagmittag um 12 Uhr das Juweliergeschäft in der Friedrich-Ebert-Straße betreten und die Frau des Geschäftsinhabers sowie eine weitere Angestellte mit einer Gaspistole bedroht.

Als der Inhaber selbst hinzu gekommen war, hatte sich ein Handgemenge entwickelt, woraufhin die beiden Maskierten ihr Vorhaben über den Haufen warfen. Beute machten sie nicht.

Durch Schussabgabe nur leicht verletzt

Auf der Flucht aus dem Juwelierladen habe sich einer der Täter noch einmal umgedreht und dem Inhaber mit der Gaspistole ins Gesicht geschossen, so die Polizei. Der Mann wurde dabei glücklicherweise nur leicht verletzt. 

Die Täter waren zu Fuß in die Dr.-Deisting-Straße gerannt, hier in einen abgestellten Opel Astra mit Dortmunder Kennzeichen gesprungen und geflüchtet. Eine sofort eingeleitete Fahndung war ohne Erfolg geblieben.

Keine Kunden im Ladenlokal

Zum Zeitpunkt des versuchten Raubüberfalles befanden sich laut Polizeisprecher Dietmar Boronowski keine Kunden in dem Ladenlokal.

Die Ermittlungen werden im Kriminalkommissariat in Lüdenscheid geführt. Die Frage, warum im Rahmen der laufenden Ermittlungen nicht zeitnah Aufnahmen aus den Überwachungskameras des Juweliergeschäftes veröffentlicht worden seien, beantwortete Boronowski so:

Staatsanwaltschaft entscheidet über Fahndung

"Es sind unsererseits noch Anschlussvernehmungen mit den Geschädigten und Zeugen durchzuführen. Erst nach Abschluss aller Ermittlungen geht der Sachverhalt an die Staatsanwaltschaft, die dann über eine Veröffentlichung solcher Bilder entscheidet."

Paragraf 131 der Strafprozessordnung regelt den Umgang der Strafverfolgungsbehörden in Deutschland. Der sieht diese Vorgehensweise so vor.

So beschreibt die Polizei die beiden Täter

1. Täter:

  • weißes Tuch vor dem Gesicht
  • dunkelblonde, kurze gegelte Haare
  • Kapuzenulli
  • dunkle Schusswaffe

2. Täter:

  • grünes Tuch vor dem Gesicht
  • grauer Kapuzenpulli (Kapuze auf)
  • blonde bis hellblonde, kurze Haare
  • 22 bis 25 Jahre alt
  • 1,80 Meter groß
  • normale Statur
  • helle Jeans

Weitere Zeugenhinweise nimmt weiterhin die Polizeiwache in Meinerzhagen entgegen (Telefon 02354/9199-0).

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