„Tun alles, damit die Ansiedlung gelingt“

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Die Eiche oberhalb der Grünfläche soll auch dann erhalten bleiben, wenn dort ein Parkplatz entsteht. ▪

KIERSPE ▪ Nach wie vor ist das ehemalige Dornseifer-Ladenlokal im Dorf verweist und viele Bewohner des Stadtteils vermissen die Einkaufsmöglichkeit in der Nachbarschaft sehr.

Nach verschiedenen Verhandlungen mit Interessenten ist letztlich aber nur Netto übrig geblieben. „Die Handelskette möchte gerne einen zweiten Standort in Kierspe eröffnen und zeigt sich sehr interessiert an dem Grundstück, auf dem bislang der Dornseifer-Markt sein Geschäft hatte“, betonte Bürgermeister Emde zum Stand der Verhandlungen, die mittlerweile seit einem Jahr laufen. Doch nach Angaben Emdes wolle Netto einen kompletten Neubau errichten und verhandele aus diesem Grund mit der Investorengemeinschaft, in deren Besitz sich das Grundstück befindet. Emde: „Bei dieser Investorengemeinschaft handelt es sich um fast 40 Eigentümer, von denen niemand in der Region wohnt.“ Außerdem, so der Bürgermeister, fänden derzeit Gespräche zwischen dem Planer der Handelskette und dem Bauamt des Märkischen Kreises statt. „Allerdings können all diese Gespräche nur dann zu einem positiven Abschluss gebracht werden, wenn neue Parkplätze zur Verfügung gestellt werden“, so Emde, der in diesem Zusammenhang mitteilte, dass die Stadt auf der gegenüberliegenden Seite des Marktes Flächen besitze, die als Parkplatz genutzt werden könnten. Emde: „Da haben wir einen Vorratsbeschluss gefasst, der eine Änderung des Bebauungsplanes erlaubt, wenn sich Netto und Eigentümer einig werden.“ Allerdings stehe auf dieser Fläche noch ein großer Baum, der auch bei einem Parkplatzbau auf jeden Fall erhalten werden solle.

„Wir begleiten die Ansiedlung und wollen auch alles dafür tun, dass es gelingt. Denn sowohl der Rat als auch die Verwaltung wünschen sich sehr, dass im Dorf auf lange Sicht eine Lebensmittelversorgung sichergstellt ist. Wir glauben, dass dies mit Netto möglich ist, da diese Kette für einen Discounter ein ungewöhnlich großes Sortiment vorhält“, so der Bürgermeister abschließend. ▪ Johannes Becker

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