Tuana übt den Notruf

Tuana beim simulierten Notruf mit dem Leiter der Kreisleitstelle Lüdenscheid Michael Ackermann.

KIERSPE ▪ „Wer meldet? Wo ist es geschehen? Was ist geschehen? Wie ist die Situation? Warten sie auf Rückfragen!“ Auf diese Fragen und Aufforderungen hatte die elfjährige Tuana aus Kierspe am Freitagmorgen, bei der Simulierung eines Notruf in der Sparkasse Kierspe, die richtigen Antworten parat. Freitag war nämlich der europaweite Tag des Notrufs 112, und die Feuerwehr informierte die Kiersper an einem Stand in dem Kreditinstitut.

Das junge Mädchen konnte dort mit dem Leiter der Kreisleitstelle in Lüdenscheid, Michael Ackermann, das richtige Verhalten beim Melden eines Notfalls üben. „Zwischen 30 und 50 Sekunden dauert die Meldung einer Notsituation normalerweise“, konnte Ackermann berichten. Die Mitarbeiter der Kreisleitstelle übernehmen bei den Anrufen schnell die Gesprächsführung, um möglichst schnell auch die wichtigsten Informationen zu bekommen. „Denn häufig sind die Anrufer sehr nervös“, betonte Ackermann.

Wenn alle wichtigen Informationen eingegangen sind, versucht die Feuerwehr bei Bränden und der Rettungsdienst bei Notfällen innerorts in acht Minuten vor Ort zu sein. Bei weiteren Entfernungen sollen die Helfer in zwölf Minuten da sein. Dies schaffen die Ersthelfer und Feuerwehren bei mehr als 80 Prozent der Einsätze. Im Rettungsdienst liegt diese Zahl sogar bei mehr als 90 Prozent im Märkischen Kreis.

Vom Löschzug 1 der Feuerwehr Kierspe informierten am Freitag ebenfalls Unterbrandmeister Michael Wern, Stadtbrandinspektor Georg Würth und Rainer Link vom Team der Brandschutzerziehung aus Lüdenscheid.

„Seit einigen Jahren gilt in Europa die 112 als Notrufnummer“, betonte Michael Wern, zuständig für die Brandschutzerziehung in den Kiersper Kindergärten und Schulen. Zuletzt besuchte der Unterbrandmeister mit seinem Team die Servatius-Schule. Dabei ist Wern mit der Brandschutzerziehung in Kierspe sehr zufrieden.

Unterstützt mit Materialien der Feuerwehr bereiten die örtlichen Kindergärten und Schulen die Kinder sehr gut auf mögliche Notfälle vor. Dies bewies auch Tuana in ihrem Übungsgespräch, in dem sie einen Brand in einem Kinderzimmer an die Leitstelle weitergab. „Ist denn noch ein Kind in dem Raum?“, fragte Michael Ackermann und Tuana bestätige schnell aber ruhig die Anwesenheit eines Kindes.

Im Rahmen dieses Gesprächs informierten sich einige Kiersper bei den Feuerwehrleuten. Diese hatten Infomaterialien, wie eine Übersicht vieler Notrufnummern in Europa parat. Fast überall in der Europäischen Union kann man heute über die 112 Hilfe bekommen.

Über die Provinzial-Versicherung kam der Kontakt zwischen der Feuerwehr und der Sparkasse für diesen Informationstag zu Stande. In einer Gemeinschaftsaktion verteilen die Wehr und die Versicherung derzeit die Aufkleber „Kinderfinder“. Diese sollen an Kinderzimmertüren kleben, damit Feuerwehrleute im Brandfalls besonders diese Zimmer durchsuchen. ▪ David Schröder

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