Trotz Corona-Pandemie

Nicht weniger Trauungen als früher

Hochzeit - Trauung - Standesamt - Kierspe
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Es gibt nicht weniger Trauungen als sonst auch. Diese Erfahrung haben die Standesbeamtinnen Sabine Hackemann und Ulrike Lüttgenau in der Corona-Zeit gemacht.

„Es sind nicht weniger Trauungen als sonst auch“, sagt Sabine Hackemann, die wie Ulrike Lüttgenau im Kiersper Rathaus für Hochzeiten zuständig ist.

Es habe in der gesamten Corona-Zeit höchsten zwei oder drei Absagen gegeben, erklären die Standesbeamtinnen weiter. Natürlich habe es im Frühjahr einige Verschiebungen von Hochzeiten in den Sommer gegeben, weil die Brautpaare abwarten wollten, wie sich die Lage hinsichtlich des Coronavirus entwickelt.

Doch deswegen sei die Nachfrage nach standesamtlichen Trauungen nicht weniger geworden. Im Gegenteil: Dadurch, dass man den Ratssaal für die Hochzeiten anbieten konnte, wodurch mehr Teilnehmer möglich waren, seien auch einige Nicht-Kiersper ins Rathaus am Springerweg gekommen, um den Bund der Ehe einzugehen.

Seit einiger Zeit, so Sabine Hackemann, könne man aber wieder das Trauzimmer benutzen. Dort ist eine Trauung mit insgesamt 20 Gäste möglich – auch derzeit. Ob sich daran in den nächsten Tagen etwas ändern wird, da die Infiziertenzahlen deutlich steigen, vermag die Standesbeamtin nicht zu sagen. Das hängt von den Entscheidungen ab, die vom Märkischen Kreis und der Stadt getroffen werden.

Ambiente-Hochzeiten erst wieder in 2021

Die Ambiente-Hochzeiten sind zwar für dieses Jahr abgeschlossen, gleichwohl gebe es Daten, an denen sich Paare gerne trauen lassen. Das galt für den 20. Oktober (20.10.20) und gilt ebenso für den 20. November. „Da haben wir zwei Paare, die sich trauen lassen wollen“, sagt Sabine Hackemann. Es gibt auch ein Paar, das sich an einem Freitag, den 13. „traut“ – solch einen Freitag gibt es im November.

Diese finden dann – nach derzeitigem Stand – im Trauzimmer statt. Wobei ein Ausweichen in den Ratssaal sicherlich möglich sei. In der Historischen Brennerei in Rönsahl ist dies jetzt nicht mehr möglich, auch nicht in Haus Rhade. „Das bieten wir nur in den Sommermonaten an“, erklärt Sabine Hackemann, die festgestellt hat, dass sich das „Trauzimmer“ in Haus Rhade noch nicht so durchgesetzt habe. Die Standesbeamtin vermutet, dass es daran liegt, dass dort nur freitags (vormittags) Trauungen durchgeführt werden. Viele würden aber anschließend gerne die Feier veranstalten. Zudem gebe es das Angebot Haus Rhade noch nicht so lange. Im Übrigen gab es in der Brennerei die letzte Trauung in diesem Jahr am 2. Oktober. Diese Ambiente-Hochzeiten sind ab Mai nächsten Jahres wieder möglich.

Brautpaare haben Plan B im Kopf

Die beiden Standesbeamtinnen haben aber auch in den vergangenen Monaten festgestellt, dass die meisten Brautpaare einen Plan B im Kopf haben. Soll heißen, dass sie sich jetzt standesamtlich trauen lassen und die kirchliche Hochzeit und oder Feier erst im nächsten Jahr durchführen – in der Hoffnung, dass dann die Corona-Lage mehr Gäste als 25 oder gar nur 10 zulässt.

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