In Kierspe fehlt ein Drittel des üblichen Niederschlags

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Man muss kein Wetterexperte sein, um den landwirtschaftlichen Flächen anzusehen, dass ihnen das Wasser fehlt.

Kierspe - Bauern, die in diesen Tagen ihre Möhren ernten möchten, müssen den Boden wässern, damit sie das Gemüse am Stück aus der harten und trockenen Erde bekommen.

Und auch, wenn die Möhre in Kierspe keine große Rolle spielt, die Auswirkungen der lang anhaltenden Trockenheit sind auch hier unübersehbar – und sie sind auch messbar. Und einer, der seit vielen Jahren solche Messungen vornimmt, ist der Hobby-Meteorologe Marc Thiessenhusen aus Kierspe.

Nun hat Thiessenhusen einmal die Niederschlagsmengen in diesem Jahr mit dem Jahresmittel der Jahre von 2005 bis 2017 verglichen. So hat er an seiner Station, die sich 317 Meter über dem Meeresspiegel befindet, bis zum 15. Oktober eine Gesamtniederschlagsmenge von 631,4 Litern auf den Quadratmetern gemessen, im Mittel waren es in den vorausgegangenen 12 Jahren 985,8 Liter pro Quadratmeter.

Was sich liest, als fehle „lediglich“ ein Drittel des üblichen Niederschlags, zeigt seine ganze Dramatik erst, wenn man auf die einzelnen Monate schaut. So war der Januar mit 198,4 l/m2 deutlich niederschlagsreicher als der Durchschnitt mit 138,4 l/m2. Doch bereits im Februar sah die Situation ganz anders aus, denn in diesem Monat fielen nur noch 28 l/m2. Im Mittel waren es 101,4 l/m2. Bis auf den März blieben danach alle Monate unter dem Jahresmittel. Und der Oktober schickt sich an, am weitesten von den üblichen Regenmengen entfernt zu bleiben. Denn bislang fielen nur 6,8 Liter Regen auf den Quadratmeter, üblich wären 85 Liter.

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