Trend zum Pedelec in Kierspe noch nicht angekommen

Mittlerweile gibt es auch viele sportliche Räder, die über elektrische Tretunterstützung verfügen.

Kierspe - Mit Leichtigkeit geht es per Rad die Berge hinauf – zumindest dann, wenn der Fahrer auf „elektrischen Rückenwind“ setzt. Der Trend zu den Elektrofahrrädern ist ungebrochen – doch in Kierspe noch nicht so stark angekommen wie in anderen Teilen der Republik.

Von Johannes Becker

Weit mehr als 400 000 Elektrofahrräder wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft. Bereits in vier Jahren sollen es rund 600 000 Elektroräder sein – das zumindest hat die RWE errechnet, die als Stromanbieter ein natürliches Interesse an neuen Verbrauchern hat. „Natürlich gibt es immer noch die klassischen Räder mit Tiefeinstieg, die vor allem die Senioren wieder aufs Fahrrad gebracht haben, doch der Trend geht zu sportlichen Elektrorädern, auch bei den Mountainbikes“, erklärt Ulrich Berg, Inhaber des Fachgeschäftes X-Bike in Kierspe. Allerdings verzeichnet er keine deutliche Zunahme bei den Verkaufszahlen. „Da hinken die Volmestädte wohl etwas hinter her. In anderen Regionen und auch in den Großstädten sieht das ganz anders aus.“

Aber auch Berg sieht in den Rädern mit Tretunterstützung ein enormes Potenzial. So sei in den vergangenen Jahren die Akku- und Steuerungstechnik immer weiter verbessert worden, so das mittlerweile die Reichweite deutlich erhöht worden sei. „Das gibt den Fahrern einen ganz anderen Aktionsradius, der es erlaubt, mit dem Rad neue Regionen zu erkunden oder auch einen ernsthaften Ersatz zu anderen Fahrzeugen zu finden“, zeigt sich Berg überzeugt.

Das größte Interesse fänden Pedelecs, also Fahrräder, die nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde unterstützt würden. Die schnelleren Räder, die auch ein Kennzeichen benötigen würden und nicht auf allen Radwegen fahren dürften, würden sich kaum verkaufen.

Die Technik hält der Kiersper Fachmann für ausgereift: „Solch ein Akku hält ein Fahrradleben lang und auch bei den Motoren weist nichts darauf hin, dass das anders sein könnte.“

Hoffnungen setzt Berg auch auf den Volmeradweg und den Bahnanschluss Kierspes in zwei Jahren: „Ich bin mit der Stadt im Gespräch. Denn wenn die Bahn kommt, dann soll es in der Nähe des Bahnhofs auch eine Verleihstation für Fahrräder geben, in der vor allem Elektroräder angeboten werden.“

Dass diese Hoffnung berechtigt sein könnte, zeigt sich auch bei der Nutzung der beiden Pedelecs, die die Stadtwerke seit einem Jahr kostenlos verleihen. Eines der beiden ist gerade zur Inspektion bei X-Bike: „Das Interesse an den Stadtwerke-Rädern ist groß, jedes der beiden hat mittlerweile rund 2500 Kilometer gefahren – und das ohne Probleme bei Akku und Steuerung. Der Rest ist bewährte Technik, die einer regelmäßigen Wartung bedarf“, so Ulrich Berg abschließend.

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