Kiersper setzen auch auf „eigene vier Wände“

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Der Weg in die eigene Immobilie ist für viele Deutsche das Ziel. Auch viele Kiersper bewohnen ihr Eigentum.

Kierspe - Die „eigenen vier Wände“ als Altersvorsorge? – die Deutschen sind davon überzeugt, teilen die Landesbausparkassen Anfang der Woche mit. Auch die Kiersper folgen diesem Trend schon länger. Etwas weniger als die Hälfte der Wohnungen im Stadtgebiet werden von ihren Eigentümern bewohnt.

Drei Viertel der Menschen in Deutschland sehen in einer eigenen Immobilie eine sichere Altersvorsorge, heißt es in einer Studie des Marktforschungsinstitut Kantar TNS, die unter anderem im Auftrag der LBS durchgeführt wurde. Für fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) sei ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung sogar die beste Altersvorsorge, so ein Ergebnis der Erhebungen. Kein Wunder, so die Verantwortlichen, denn etwa jeder Dritte habe Angst vor Altersarmut. Bei den Mietern seien es 42 Prozent, bei Immobilieneigentümern nur 28 Prozent. 

Laut des Mikrozensus 2011 gab es in dessen Erhebungszeitraum in Kierspe insgesamt 7514 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum, davon 7237 in Wohngebäuden. Davon waren etwas weniger als die Hälfte – 3667 Wohnungen beziehungsweise 3612 – von ihrem Eigentümer bewohnt. Mit dieser Anzahl liegt die Volmestadt im regionalen Durchschnitt. Im Märkischen Kreis wurden bei 210 142 beziehungsweise 202 549 Wohnungen 90 323 und 88 615 von ihren Besitzern bewohnt. 

„Die eigene Immobilie stabilisiert die Altersvorsorge der Menschen erheblich. Das gilt gerade im extremen Niedrigzinsumfeld. Wer eine eigene Immobilie finanziert, diszipliniert sich mehr zum Sparen und verzichtet in den Anfangsjahren auf manche Konsumausgaben, die später, wenn das Eigenheim abbezahlt ist, nachgeholt werden können“, heißt es seitens der LBS. 

Gesparte Miete bringt im Alter Entlastung

Im Alter profitiere der Eigentümer von der ersparten Miete. Das bringe Monat für Monat eine starke Entlastung. Umso wichtiger sei es, die Wohneigentumsquote in Deutschland zu steigern. Denn im europäischen Vergleich sei man nahezu das Schlusslicht. Trotz der extrem niedrigen Kreditzinsen bleiben viele Deutsche weiterhin Mieter, ein Eigenheim bleibt Wunschdenken.

Deshalb sollte die künftige Regierung das Ziel ausgeben, die Wohneigentumsquote in Deutschland bis 2030 auf mehr als 60 Prozent zu bringen. So viele Mieter wie möglich zu Eigentümern machen – das wäre ein lohnenswertes politisches Projekt, so die LBS-Verantwortlichen. Mit Verbesserungen der Sparförderung, mit kräftigen Eigenkapitalhilfen und Entlastungen beim Erwerb von Wohneigentum habe der Staat wirksame Hebel. „Die öffentlichen Besitzer größerer Wohnungsbestände sollten systematisch dazu gebracht werden, Wohnungen an ihre Mieter zu verkaufen. Dann könnten wir einen Quantensprung schaffen, nachdem die Wohneigentumsquote seit vielen Jahren bei etwa 45 Prozent herumdümpelt.“

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