Umwelt und Klima im Mittelpunkt

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Zum Gedankenaustausch trafen sich am Montagabend im Rathaus die UWG Kierspe und die Ortsgruppe von „Parents For Future“.

Kierspe - Eine lebhafte Diskussion entwickelte sich am Montagabend im Rathaus bei einem Treffen der UWG Kierspe und der Ortsgruppe von „Parents For Future“. Naturgemäß stand dabei das Thema Umwelt und Klima im Mittelpunkt.

Der UWG-Vorsitzende Clemens Wieland, der das Treffen leitete, merkte bei seinen einleitenden Worten an: „Das Thema Umweltaktivitäten ist für uns nicht neu.“ Dabei verweis er unter anderem auf den Frühjahrs-Putz – die jährliche Müllsammelaktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft Kierspe – sowie auch auf die Themen Fotovoltaik und Umweltfonds.

Die vor fünf Monaten gebildete Kiersper Ortsgruppe von „Parents For Future“ (siehe Infokasten) wurde von Nadja Jacobs – sie ist zudem Delegierte in der Kreisgruppe MK –, Henri van Dorsten und Thomas Nies vertreten. Für die Ortsgruppe gehe es darum, „den Politikern auf die Finger zu schauen, aber auch selbst als Bürger etwas zu bewegen“, so Jacobs.

Nadja Jacobs und Henri van Dorsten sind Mitbegründer der Kiersper Ortsgruppe von „Parents For Future“.

Kritik aus Reihen der UWG Kierspe, dass bisher keine Lösungsvorschläge von „Fridays For Future“ erkennbar seien, entgegnete Henri van Dorsten: „Das Meiste passiert nicht auf Bundes-, sondern auf kommunaler Ebene, wie ich aus anderen Ortsgruppen weiß.“ Bezüglich der Ziele ergänzte Nadja Jacobs: „Wir sind in Kierspe noch in der Findungsphase.“

Beispielhaft für ein klares Ziel betonte sie aber auch: „Man muss hin zu erneuerbaren Energien, das ist uns ja wohl allen klar.“ Dem pflichtete UWG-Vorsitzender Clemens Wieland bei: „Das Thema Fotovoltaik ist ein Selbstverständnis. Es gibt einen grundsätzlichen Konsens in Sachen erneuerbare Energien.“ Es sei aber auch eine Standortfrage. Auch die Frage nach Prioritäten kam aus UWG-Reihen auf. Hierzu gab der UWG-Fraktionsvorsitzende Dieter Grafe zu bedenken: „Es ist ein Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie. Wir müssen uns davor verwahren, dass wir noch mehr Rechtsruck kriegen. Wir sind eine Wirtschaftsnation. Da müssen wir aufpassen, dass wir den Bogen nicht überspannen.“

Er betonte zudem, „wir müssen das Bewusstsein der Bevölkerung dafür wecken, auch mal etwas zu machen, woraus man keinen wirtschaftlichen Vorteil zieht“, und nannte als Beispiel Solarzellen auf Dächern von Privathäusern. Grafes Worte stießen auf Zustimmung bei der „Parents For Future“-Ortsgruppe. „Das ist eine große Herausforderung – aber es ist möglich.

Viele Menschen entwickeln bereits ein verstärktes Bewusstsein für das Thema“, sagte Nadja Jacobs. Und der UWG-Vorsitzende Clemens Wieland befand: „Von der Grundeinstellung her sind wir nicht weit auseinander.“ Nachdem anschließend noch über die Themen auf der Tagesordnung, der dann gestern Abend stattgefundenen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen gesprochen wurde, klang das Treffen aus.

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