Traute Gürtler jetzt Praxisanleiterin

Qualifizierte Ausbildung in der Sozialstation

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Traute Gürtler hat die Ausbildung zur Praxisanleiterin bestanden. Nun steht die mit ihrer Chefin Heike Böseler (rechts) für die Ausbildung neuer Pflegekräfte bereit.

Kierspe – „Wichtiger als gute Noten in Mathe sind Sozialkompetenz, Empathie und Kontaktfreudigkeit für Menschen, die in der Pflege arbeiten möchten“, ist sich Traute Gürtler sicher. Sie muss es wissen, arbeitet sie doch bereits seit Jahrzehnten in der Pflege – lange Zeit  in der Awo-Sozialstation.

Nun hat sich die Kiersperin zur Praxisanleiterin weitergebildet, damit sie zukünftigen Azubis mit Rat und und Tat zur Seite stehen kann. Für Heike Böseler, Leiterin der Sozialstation, ist Gürtler dabei eine gute Wahl, allein schon, weil deren eigene Ausbildung noch gar nicht so weit zurückliegt.

Ursprünglich hatte Traute Gürtler Hauswirtschafterin im Awo-Seniorenzentrum in Kierspe gelernt. 1987 ist sie dort in die Lehre gegangen. Nach der Ausbildung wechselte sie ins Wilhelm-Langemann-Haus nach Meinerzhagen. „Dort habe ich zuerst noch in meinem erlernten Beruf gearbeitet, bin aber dann schnell als Helferin in die Pflege gewechselt“, erinnert sich Gürtler.

Vermitteln, dass der Beruf so viel mehr ist

2009 ist sie dann zur Sozialstation gekommen, wo sie ebenfalls als Helferin in der ambulanten Pflege gearbeitet hat. Letztlich reifte aber der Wunsch, auch eine fundierte Ausbildung in diesem Beruf zu haben. 2009 begann diese und endet einige Jahre später mit der Prüfung zur Examinierten Altenpflegerin. Am Arbeitsalltag hat sich nach dem Examen gar nicht so viel geändert.

Allerdings merkte sie bei der Betreuung von Pflegeschülerinnen, die in der Station ein Praktikum machten, dass es ihr Spaß macht, junge Menschen anzuleiten. Gürtler: „Mir ist es wichtig, zu vermitteln, dass dieser Beruf so viel mehr ist, als nur die grundsätzliche Versorgung der Menschen. 

Durch die verschiedenen Krankheitsbilder und Pflegegrade stehen die Pfleger und Pflegerinnen vor vielen Aufgaben. Gerade in der ambulanten Pflege stellen da medizinische Arbeiten einen großen Teil der Tätigkeit dar.“ Letzteres bezieht sie beispielsweise auf die Wundversorgung.

Ab 2020 neue Regelung in der Ausbildung

Natürlich ist sie bei der Ausbildung der neuen Pfleger oder Pflegerinnen nicht alleine. „Bei uns sind die Azubis nie alleine, sie werden während der drei Jahre immer von einer ausgelernten Kraft mitgenommen“, verspricht Heike Böseler.

Derzeit ist eine Frau in der Ausbildung, die aber im Herbst ihre Abschlussprüfung ablegen wird. Böseler: „Danach kann gerne wieder eine neue Auszubildende oder ein neuer Auszubildender bei uns anfangen. Wir freuen uns auf Bewerbungen.“

Ab 2020 wird die Ausbildung in dem Bereich der Pflege neu geregelt. Dann sollen die Auszubildenden die Möglichkeit bekommen, sich nach einer einjährigen Grundausbildung zu entscheiden, ob sie Pflegerin, Pfleger oder Krankenschwester im Bereich der Altenpflege, des Krankenhauses oder der Kinderklinik werden wollen.

Damit auch dann die Awo-Sozialstation noch ausbilden darf, ist die Beschäftigung einer Praxisanleiterin unerlässlich.

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