Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen gewünscht

Touren für Mountainbiker

Das Radfahren auf Mountainbikes ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Allerdings fehlt ein Streckennetz, auf dem die Menschen ihrem Sport nachkommen können.
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Das Radfahren auf Mountainbikes ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Allerdings fehlt ein Streckennetz, auf dem die Menschen ihrem Sport nachkommen können.

 Geht es nach den Ideen der CDU-Fraktion, so wird im Gebiet Oben an der Volme ein Mountainbike-Streckennetz errichtet. Zumindest haben die Christdemokraten, namentlich Ratsfrau Alexandra Potthoff und Fraktionsvorsitzende Kerstin Rothstein, den Antrag gestellt, dass die Verwaltung die Planung und Realisierung solch eines Streckennetzes prüft.

Kierspe - Gerade eine Einbeziehung der abgeholzten Flächen, so heißt es in der Begründung, biete ein Potenzial für neue und anspruchsvolle Streckenführungen. Zudem könnte, in Abstimmung mit den Waldbesitzern, „ein neues Landschaftsbild“ geschaffen werden.

Denn in den vergangenen Jahren sei das Interesse am Radsport gestiegen und dieser Trend könne anhalten. Besonders das Fahren mit sogenannten Mountainbikes sei aufgrund der topographischen Gegebenheiten im heimischen Raum beliebter denn je.

Was jedoch fehle, sei ein festgelegtes Streckennetz. Mountainbiker würden daher oft Routen auf eigene Faust planen und dazu auch Apps nutzen – allerdings geschehe dies ohne Wissen und Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten. Forstflächen würden regelrecht umgepflügt oder Radfahrer stehen vor Zäunen von Privatgrundstücken. Das führe zu Unmut bei Radfahrern, anderen, welche die Wege nutzen, und Waldeigentümern.

Abhilfe könne ein beschildertes Streckennetz schaffen, das unter Beteiligung von Grundbesitzern, Förstern, Tourismusmanagern und Mountainbike-Fahrern konzipiert und entwickelt wird.

Zudem habe eine festgelegte Streckenführung, so argumentieren die Christdemokraten weiter, den Vorteil, dass weniger Mountainbiker abseits der regulären Wege fahren und sich außerdem eine Infrastruktur an Rastplätzen und gastronomischen Angeboten entwickeln beziehungsweise mit eingebunden werden könnte. Als Beispiele nennt die CDU-Fraktion die Bike-Arena Sauerland und der P-Weg in Attendorn, wo bereits erfolgreiche Veranstaltungen stattgefunden hätten. Dadurch verspricht man sich auch eine Stärkung des Tourismus.

„In Zusammenarbeit mit märkischen und sinnvollerweise auch oberbergischen Nachbarkommunen kann ein großes Netz geschaffen werden“, heißt es abschließend im Antrag der CDU-Fraktion. Dies beinhaltet zudem, dass unter Umständen bereits bestehende Mountainbike-Routen oder -Anlagen integriert werden könnten.

Nur wenige Routen im heimischen Raum

Wie beliebt das Fahren mit Mountainbikes ist, zeigt ein Blick ins Internet: Auf entsprechenden Seiten werden unzählige Touren angeboten und beschrieben, mit Zeitangabe, Länge und Höhenmeter. Allerdings finden sich nur wenige Strecken im heimischen Raum wie die Nordhelle-Staudamm Fürwiggetalsperre-Runde (ab Lüdenscheid), die Lister-Bigge-Staumauer-Runde (ab Baldenberg) oder die Aggertalsperre-Uferweg-Genkeltalsperre-Runde, die einmal in Meinerzhagen und einmal in Hesselbach startet. Neue sollen in Kierspe, Halver, Marienheide oder Wipperfürth hinzukommen.

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