Tour „Über die Dörfer“ macht in Rönsahl Station

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Zum Ausstieg aus dem Planwagen, boten sich nur wenige Gelegenheiten. ▪

RÖNSAHL ▪ Zumindest für einige Stunden waren Sinne und Blicke, der in der Historischen Brauerei versammelten Gesprächsrunde, bedingungslos in Richtung Westfalen gewandt. Genauer gesagt nach Südwestfalen. Dafür hatten zuvor Geschäftsführer Dirk Glaser und das Team der Südwestfalenagentur, am Mittwochnachmittag bei ihrer Tour durch Rönsahl unter anderem von Thomas Gemke als Landrat des Märkischen Kreises, Bürgermeister Frank Emde, Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper und nicht zuletzt Rönsahls Ortsbürgermeister Horst Becker begleitet, in überzeugender Weise gesorgt.

Das Dorf Rönsahl war die 16. Station der Tour „Über die Dörfer“, bei der die Agentur im Zuge der Regionale 2013 bereits seit zwei Jahren ausgewählte Dörfer in ganz Südwestfalen besucht, sich dabei über die örtlichen Gegebenheiten und die jeweilige Infrastruktur informiert und dabei gemeinsam und im Gespräch mit Verantwortlichen aus Lokalpolitik und Bürgerschaft nach gangbaren Wegen in die gemeinsame Zukunft in der Region Südwestfalen sucht.

Ortsbürgermeister Horst Becker hatte nicht lange gezögert als es darum ging, seinen Heimatort, als „Grenzdorf“ für diese Tour anzumelden und dabei der Öffentlichkeit Näheres zu Sinn und Zweck der „Regionale 2013“ vermitteln zu lassen.

Bevor man sich jedoch mit dem Planwagen aufmachte, um in der begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit zumindest einen Teil der infrastrukturellen und für das dörfliche Gemeinschaftsleben wichtigen Dinge in Augenschein zu nehmen, nutzte Horst Becker die Gelegenheit, „das 1000 Jahre alte Golddorf“ vorzustellen.

Dass dies in humoriger Weise geschah und dabei „Dichtung und Wahrheit“ nicht immer streng voneinander zu trennen waren, lag in der Natur der Sache, erhöhte den Unterhaltungswert des Ganzen ungemein und steigerte natürlich den Wissensdurst der Gäste entsprechend. So ließ Becker die zahlreichen Pluspunkte, die das Dorf Rönsahl mit seinen derzeit rund 2400 Einwohnern mit Kindergärten und Grundschule, mit kirchlichem und kulturellem Leben, mit breit gefächerter Vereinswelt, Geschäften des täglichen Bedarfs, Banken und Dienstleistungsbetrieben, nicht zuletzt mit bemerkenswertem sozialen Engagement, mit mehr als 500 Arbeitsplätzen und etlichen Dingen, die ein Dorf insgesamt lebens- und liebenswert machen, unterwegs nicht unerwähnt.

Der Ortsbürgermeister zeigte sich dankbar dafür, dass das Dorf Rönsahl in jüngster Vergangenheit von Strukturförderungsmaßnahmen des Bundeslandes NRW, die auch den Zielvorstellungen der Regionale 2013 entsprechen, profitieren konnte. Er freute sich in diesem Zusammenhang über den mustergültigen Sportplatz und die Bereitstellung von Finanzmitteln zum Erhalt der Historischen Brennerei.

Becker konnte vermitteln, dass Rönsahl durch die viel befahrene Bundesstraße 237, die als direkter Zubringer zur nahen Autobahn 45 eine ständig zunehmende Verkehrsbelastung zu verkraften habe, aus der Situation aber das Beste mache und sich über die gelungene Straßenerneuerung in der Ortsdurchfahrt freue, ebenso wie über die jetzt bevorstehende Sanierung des letzten Teilstücks der Kreisstraße.

Gern folgte man beim später angesagten Gespräch den Ausführungen, die Geschäftsführer Dirk Glaser, auch bekannt aus seiner früheren Tätigkeit als ehemaliger Moderator der „Lokalzeit Südwestfalen“ des WDR, zur Aufgabenstellung der Südwestfalenagentur und der Regionale 2013 machte.

Eines der Hauptziele sei es demnach, das „Wir-Gefühl“ in der Region Südwestfalen zu stärken. Es gelte, Ideen zu verwirklichen, Projekte bei der Weiterentwicklung zu unterstützen und die Menschen in der Region, die Akteure aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen an einen Tisch zu bringen. Dass dabei nicht nur die Ballungsgebiete in den Städten sondern vor allem auch die Menschen, die im ländlichen Raum leben und arbeiten, eine tragende Rolle spielen, kam in den Worten Glasers wie auch in den Ausführungen der Kreisdirektorin abschließend deutlich zum Ausdruck. ▪ Rainer Crummenerl

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