Top-Ausbildungsstand in Wehr mit Pokalen belohnt

Das Team des Löschzuges Stadtmitte von Staffelführer Fabian Verspohl schnitt beim Kreisleistungsnachweis der Feuerwehren in Plettenberg unter den Staffeln am besten ab. Verbandsvorsitzender Georg Würth überbrachte am Sonntag bei einer Feier den entsprechenden Wanderpokal. Lob für das tolle Ergebnis gab es auch von Zugführer Bernd Kriesten. ▪ Fotos (2): Haase

KIERSPE ▪ Allen Grund zu feiern hatte die Feuerwehr, denn sie gehört nachweislich jetzt zu den besten im Kreis. Das steht fest, nachdem zwei Kiersper Teams beim Leistungsnachweis der Feuerwehren des Märkischen Kreises am 8. Mai in Plettenberg im Sonderwettbewerb für die schnellsten Teams auf den ersten beiden Plätzen landeten.

Erster bei den Staffeln wurde das Team des Löschzuges 2 (Stadtmitte) und zweiter das Team des Löschzuges 4 (Vollme-Neuenhaus).

Bereits am Samstagabend wurde beim Löschzug 4 in Vollme gefeiert, wo der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Georg Würth den Pokal und das Preisgeld in Höhe von 100 Euro an Staffelführer Jörg Sengsmann überreichte. Am Sonntagabend fand dann an der Thingslindestraße im Garten von Löschzugführer Bernd Kriesten die Feier des erfolgreichen Teams der Einheit Stadtmitte statt. Zugegen auch hier der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende, der den Wanderpokal für den ersten Platz sowie das Preisgeld von 150 Euro an den Staffelführer des Löschzuges 2, Fabian Verspohl, weitergab. Würth betonte: „Das Ergebnis mit einer Zeit von 2,55 Minuten bei nur zwei Fehlerpunkten im feuerwehrtechnischen Prüfungsteil dokumentiert den guten Ausbildungsstand des Teams.“ Die zweite Kiersper Vertretung sei nur aufgrund eines Fehlerpunktes im theoretischen Prüfungsteil, wo Stadtmitte keinen gemacht hätte, auf den zweiten Platz verwiesen worden.

Die Entscheidung hatte sich der Verband nicht einfach gemacht und sie war nur von den Werdohler und Lüdenscheider Vorstandsmitgliedern entschieden worden, da Würth als Stadtbrandinspektor von Kierspe sich herausgehalten hatte, um nicht als befangen hingestellt werden zu können. Viele der insgesamt 97 Teams, die etwa zur Hälfte in Staffelstärke mit fünf Feuerwehrleuten und in Gruppenstärke mit neun Feuerwehrleuten antraten, hatten sogar die vorgeschriebene Zeit von 4,15 Minuten überschritten und bis zu 6 Minuten benötigt, wie Würth weiter informierte. „Wenn ihr auch im nächsten Jahr und dann nochmals 2012 den Pokal holt, also dreimal hintereinander, bleibt er bei euch“, kündigte Würth an und motivierte die Feuerwehrleute damit zugleich, sich auch dann wieder ins Zeug zu legen.

Ziel vorgegeben von

Staffelführer Verspohl

hatte von vornherein das Ziel vorgegeben, den Pokal zu gewinnen, denn er wollte dem Team das Preisgeld für einen zünftigen Grillabend sichern. Aber er konnte natürlich nicht sicher sein, dass es klappen würde. Umso mehr hatte er sich gefreut. In das Lob für das gute Ergebnis des Stadtmitte-Teams stimmte am Sonntagabend ebenfalls Löschzugführer Bernd Kriesten ein: „Ich danke euch für die tolle Leistung“.

Der Kreisleistungsnachweis wurde diesmal anders als bisher durchgeführt und war den modernen Aufgabenstellungen bei Einsätzen angepasst worden: Kannten die Helfer den Löschangriff mit der Wasserentnahme aus einem imaginären offenen Gewässer und dem Vornehmen von drei C-Strahlrohren, wie das viele Jahre so gewesen war, aus dem Effeff, sah diesmal erstmals anders aus. Wie das heute bei einem Wohnungsbrand häufig der Fall ist, musste erst eine Tür geöffnet werden und dann in geduckter Stellung mit einem Hohlstrahlrohr vorgegangen werden. Neu war zudem die Möglichkeit, in Staffelstärke antreten zu können und, dass die Zeit für den Löschangriff von höchstens fünf auf 4,15 Minuten reduziert worden war, um das Niveau zu heben.

Bei den Staffeln kam Halver-Bommert auf den dritten Platz und bei den Gruppen siegte Hemer vor Balve und dem zweiten Team aus Hemer. Gegliedert war auch dieser Kreisleistungsnachweis wieder in einen feuerwehrtechnischen Prüfungsteil, einen theoretischen, einen sportlichen mit einem Staffellauf über Hindernisse sowie den Bereich Knoten und Stiche. ▪ rh

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