Thomas Block und Ingo Jung lesen Schanhollen-Geschichte

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Thomas Block las in gemütlicher Runde.

Kierspe - Kein Platz war mehr frei bei der adventlichen Lesung im Jugendzentrum. Nach dem Erfolg von „Sokengruch“ lasen die beiden Kiersper Autoren Thomas Block und Ingo Jung erneut gemeinsam, diesmal aber eine Schanhollen-Geschichte.

Von Birgitta Negel-Täuber

Ganz neu war die nicht, Jung und Block hatten sie bereits vor zwei Jahren für das Lesekino in der Schanhollenschule geschrieben. Die wurde nach den sagenhaften Zwergen im Arney benannt.

Nicht viel länger als 30 Minuten sollte diese Weihnachtsgeschichte dauern und für Erwachsene und Kinder funktionieren. Mit diesen Vorgaben und einer gehörigen Portion Zeitdruck im Nacken machte sich das Autoren-Duo an die Arbeit und schrieb innerhalb von zwei Wochen eine Erzählung, die komplett anders daherkam als der Debütroman – nach Meinung von Thomas Block „besinnlicher, kitschiger, kürzer, kindgerechter“.

Den Auftakt macht darin das Wetter. Über Nacht ist Kierspe vollständig eingeschneit, vom Hallenbad ist nicht mehr viel zu sehen, am Wildenkuhlen ragen nur noch die oberen Ampellichter aus dem Schnee und die Leute kommen nicht mehr aus ihren Häusern. So ergeht es auch Lehrer Reinhard Beller, aber o Wunder! Er kann die Haustür doch öffnen, irgendjemand hat einen Tunnel gegraben, der von seinem Haus unter den Schneemassen hindurch bis zum Hülloch führt.

Bei der Lesung im Jugendzentrum hatten die Autoren viel Unterstützung. Jana Betten, früher Schülerin an der Schanhollenschule, trug die Sage von den Zwergen vor, den Epilog las Keke Block. Für die musikalische Begleitung sorgte der Meinerzhagener Kinderchor unter Leitung von Claudia Jeschke. Der war krankheitsbedingt zwar stark ausgedünnt, erhielt aber trotzdem viel Beifall für „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und „Tomtetarnas Julnatt“. Die Mitarbeiter des Jugendzentrums hatten sich ebenfalls ins Zeug gelegt und für die Besucher Waffeln gebacken und Getränke bereitgestellt. Der gesamte Erlös der Lesung ging an die Helfer vor Ort. Darin folgten die Veranstalter dem Beispiel der Schanhollen: Die helfen bekanntlich ebenfalls den Menschen.

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