Gesamtschul-Projektwoche: Fünf Tage, ein Thema

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Lucca, Jonathan und Christoph (von links) stellen Wabenplatten her, um es den Bienen im Stock etwas einfacher zu machen. - Fotos: Becker

KIERSPE - 45 Projekte werden derzeit in der Gesamtschule angeboten. Eine große Auswahl für die Schüler, denn aufgrund der großen Vielfalt, hätten viele gerne auch mehrere gewählt. Wobei einige der Angeboten bestimmten Gruppen vorbehalten bleiben, weil das Projekt maßgeschneidert ist.

Von Johannes Becker

Nachhaltigkeit ist ein Modewort des noch jungen Jahrtausends. Und nachhaltig waren auch etliche der Projekte. Bei dem Bau von Vogelhäusern, Insektenhotels und Bienenstöcken erklärt sich der Begriff von selbst. Doch auch Schüler, die Versuche zu Windenergie, Photovoltaik und Brennstoffzelle durchführen, nehmen Wissen, das weit über die technischen Zusammenhänge geht, mit – und nicht nur in ein anderes Fach. Gleiches gilt aber sicher auch für die Teilnehmer der Projektes Mini-Phänomenta oder für die Theatergruppe.

Nachhaltig ist bei der Mini-Phänomenta aber auch, dass die gebastelten Experimente als Physik zum Anfassen in der Schule bleiben – entweder fest installiert im Bereich Naturwissenschaften oder immer wieder neu montiert am Tag der offenen Tür.

Überhaupt passt die Nähe vieler Projekte zu den Naturwissenschaften gut zu dem Anspruch als MINT-Schule (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wahrgenommen zu werden.

Im Theater-Projekt steht in diesem Jahr etwas leichtere Kost auf dem Programm. „Goethis“ nennt sich das von Tobias Voswinkel erdachte Stück, das zurzeit fleißig geprobt wird und am Samstag seine Uraufführung erfährt – sogar seine Welturaufführung, da es keine Vorlage gab. Ursprünglich hatte Voswinkel gemeinsam mit seinen Kollegen Astrid Hettesheimer, Claudia Voswinkel, Daniela Peplinski und Hans Hein ein Stück zum Ersten Weltkrieg aufführen wollen. Doch da unter den 40 Projektteilnehmern nur zwei Jungen waren, erübrigte sich ein Stoff, dem das Schlachtfeld als Kulisse gedient hätte.

Nun ist es also eine Komödie, bei der 25 Rollen zu vergeben waren. Der Rest der Schüler beschäftigt sich mit Bühnenbau, Bühnenbild und Kostümen. Zum Inhalt: Die Schülerinnen eines Mädcheninternats werden von krankhafter Reimsucht befallen und verlieren die Fähigkeit, in normalen Sätzen zu reden.

Der Erste Weltkrieg wurde dann aber in einem anderen Projekt doch noch Thema als „Hundred Years ago: The Great War“. Bei diesem Arbeitstitel natürlich in englischer Sprache.

In diesem Jahr können nicht alle Schüler an frei gewählten Projekten teilnehmen: Der fünfte Jahrgang hat Projekte in den Schwerpunktklassen gefunden, der neunte Jahrgang befindet sich im Praktikum, die zehnten Klassen nehmen soweit sie nicht in die Oberstufe wechseln an der Berufsorientierung teil, der zwölfte Jahrgang konzentriert sich auf die Leistungskurse und die Schüler der 13 sind in Berlin.

Präsentiert werden die Ergebnisse allen Interessierten am Samstag von 14 bis 18 Uhr, das Theaterstück wird am Samstag ab 18 Uhr im PZ aufgeführt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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