Thaler Teich: Enten leben zwischen Müll und Plastik

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Zwischen Plastikmüll, Getränkedosen und Glasflaschen zieht der Erpel seine Runden auf dem Thaler Teich. Das Hineinwerfen des Zivilisationsabfalls ist einfach, das Herausholen aufgrund des Zauns für Spaziergänger unmöglich.

Kierspe - Der Plastikmüll, der den Wasserbewohnern das Leben erschwert und auch für ihren Tod verantwortlich ist, ist nicht nur in den Weltmeeren ein Thema, sondern auch in Kierspe, wo zumindest die Enten zwischen all dem Unrat, der in den Thaler Teich geworfen wurde, ihre Runden drehen müssen.

Leere Plastikflaschen, andere Kunststoffbehälter, Getränkedosen und Glasflaschen treiben in dem kleinen Teich am Ende des Parks unterhalb des Ehrenhains. Aber auch im Bewuchs des Ufers liegen diese Zeugnisse der Feierlaune herum.

 Aufmerksame Kiersper, die sich selbst dieser Verschmutzung annehmen möchten, können es nicht, denn ein massiver Metallzaun schützt nicht nur Kinder vor dem Fallen in den Teich, er macht auch jeden Reinigungsversuch zunichte. Deshalb sehen die Freien Wähler auch die Stadt in der Pflicht. Wolfgang Sikora von der FWG: „Uns ist durchaus bewusst, dass die Mitarbeiter der Verwaltung in den vergangenen Monaten mehr als genug mit dem neuen Freizeitpark zu tun hatten und das auch an anderen Stellen im Stadtgebiet der Bauhof gefordert ist, aber wir denken, dass es Zeit wird, sich des Parks und vor allem des Teichs anzunehmen.“ 

Bedarf sieht der Politiker aber auch bei dem Bachlauf selbst, der nahezu auf seiner gesamten Länge durch den Park komplett zugewuchert ist. Ärgerlich machen Sikora auch die Vandalismusschäden an Anlagen und Schildern im Park. So ist beispielsweise eine Hinweistafel über heimische Laub- und Nadelbäume so „zugesprüht“, dass die Informationen nicht mehr lesbar sind. Auch ein Spielgerät direkt neben dem Teich ist mit Farbe verunziert worden. „Es wäre schade, wenn die noch bestehenden Bänke irgendwann abmontiert würden, um den Menschen, die dort Schäden anrichten, einen möglichst unattraktiven Park zu überlassen“, sagt Sikora und verweist damit auf den Fritz-Linde-Stein, der von allen Sitzgelegenheiten „befreit“ wurde, um denjenigen, die dort die Umgebung verdrecken, den Aufenthalt zu verleiten. 

Zuständig für das Schild sieht sich die Stadt aufgrund der Besitzverhältnisse (Heimatverein) zwar nicht, doch Helmut Heidemann, Sachgebietsleiter Tiefbau und damit auch für Umweltschutz zuständig, verspricht, dass man versuchen wolle, die Sprühfarbe zu entfernen. 

Den Bewuchs unmittelbar am Bach bezeichnet er als naturnahen Bereich, der aus ökologischen Gründen nicht gemäht werden dürfe – aber auch grundsätzlich in die Zuständigkeit des Wupperverbandes falle. Tätig werden will die Stadtverwaltung aber am Teich selbst. „Dort werden wir innerhalb der Einzäunung in der kommenden Woche mähen und dann auch den Unrat aus dem Teich holen“, sagt Heidemann und weist darauf hin, dass es sich dabei um eine turnusmäßige Arbeit handele, die immer Ende Oktober oder Anfang November erledigt werde.

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