Warnbaken und Hinweistafel für den Haunerbusch

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„Danke“ leuchtet auf der elektronischen Tafel auf, wenn sich Autofahrer an das Tempolimit halten. Nach Padberg und Vor den Eicken soll solch ein Schild auch am vorderen Haunerbusch aufgestellt werden.

Kierspe - „Was macht Sinn und ist zielführend“, stellte Oliver Knuf, Sachgebietsleiter Ordnung und Umwelt, vorweg, um dann die Schwierigkeiten aufzuzeigen: Denn auf der breiten Wohnsammelstraße Haunerbusch wird zu schnell gefahren. „Und um aus V45 V30 zu machen, müssen wir viel mehr tun“, sagte Knuf in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen.

Gemeint war damit, dass sowohl auf dem vorderen Teil der Straße als auch nach dem Kreisverkehr in Richtung Pestalozzischule von 85 Prozent aller Autofahrer 45 km/h gefahren wird – erlaubt ist Tempo 30. Um den Verkehr einzubremsen, lautete der Vorschlag der Verwaltung, auf dem vorderen Teil des Haunerbusches eine elektronische Hinweistafel – so, wie es sie in Padberg und Vor den Eicken bereits gibt – aufzustellen. Nach dem Kreisverkehr sollen Warnbaken Autofahrer langsamer machen.

„30“ auf der Fahrbahn als Hinweis

Vorschläge wie einen Radweg einzeichnen und dadurch die Straße schmaler machen, rote Flächen oder 3D-Kennzeichnungen aufbringen, wie Armin Jung (FDP) und Peter Christian Schröder äußerten, wurden nicht weiter verfolgt.

Dagegen könnte das Aufbringen der Zahl 30 auf die Fahrbahn den Autofahrern noch einmal verdeutlichen, dass sie sich in einer Tempo-30-Zone befinden. „Wir wollen es mit weichen Maßnahmen probieren“, hatte Knuf ausgeführt, auch mit Blick auf die Schule sowie die Firma am Ende des Haunerbusches, die von Bussen und Lastwagen angefahren werden.

Zu diesen weichen Maßnahmen gehört auch das alternierende (wechselseitige) Parken. Ob es auch zur Anordnung kommen wird, nur in gekennzeichneten Flächen zu parken, bleibt offen. Die gleich gelagerte Problematik sieht der Sachgebietsleiter auf der Thinsglindestraße, wo von Anwohnern, wie bereits berichtet, auch zu schnelles Fahren moniert wird.

„Und es muss mehr gemessen werden“, betonte Oliver Knuf. Möglicherweise könne die sogenannte teilstationäre Radaranlage, die in diesem Jahr auf der Friedrich-Ebert-Straße im Bereich der Gesamtschule eingesetzt werden soll (MZ berichtete), auch auf dem Haunerbusch zum Einsatz kommen.

Baken auch auf vorderem Teil

Nach Möglichkeit sollen auf der nächsten Sitzung des Gremiums bereits Messergebnisse von dieser einmonatigen Testphase vorgelegt werden. Allerdings werden dafür nicht nur im hinteren Teil, sondern auch zwischen Kreisel und Friedrich-Ebert-Straße, neben der elektronischen Tafel, Leitbaken aufgestellt. Darauf hatte Marie Luise Fricke (CDU) gedrängt, die einen alten Beschluss zitiert, nachdem die Aufpflasterungen abgebaut werden können, wenn es Ersatzmaßnahmen gebe.

Da reiche die Hinweistafel nicht aus, so Fricke. Daher wurden aus dem zweiten Teil des Beschlussvorschlags die Formulierungen „hinteren“ und „ab Kreisel Im Hofe bis hinter der Pestalozzischule“ herausgenommen. Das Abstimmungsergebnis von neun Ja- und sieben Gegenstimmen verdeutlichte, dass nicht alle Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bauen mit den Maßnahmen einverstanden sind.

Marie-Luise Linde (CDU) hatte es drastisch ausgedrückt: „Wen schützen wir hier eigentlich? Es sind doch nur die Anlieger, die abends zu schnell fahren.“ Denn ab 21 Uhr, so hatten die Messungen ergeben, werde im Durchschnitt 50 km/h gefahren.

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