Tempo-30-Zone: FWG hofft auf den Kreis

+
Die Freien Wähler wollen die Idee einer temporären Tempo-30-Zone an der Friedrich-Ebert-Straße nicht aufgeben. Nun haben sie sich an den Kreis gewandt, da dieser letztlich für die Beschilderung und die zu fahrenden Geschwindigkeiten zuständig ist.

Kierspe- Die Einrichtung einer temporären Tempo-30-Zone an der Friedrich-Ebert-Straße bleibt trotz des ablehnenden Votums des Bauausschusses ein Thema für die Freien Wähler (FWG).

Mit deutlicher Mehrheit, aber einer Spaltung durch nahezu alle Fraktionen, wurde der Antrag der Freien Wähler, die Stadt möge sich für eine zeitweilige Einführung der Tempo-30-Zone an der Friedrich-Ebert-Straße einsetzen, abgelehnt. Doch mit diesem Ergebnis wollen sich die Politiker der Wählergemeinschaft nicht zufriedengeben. Sie wenden sich direkt an den Märkischen Kreis, der für die Beschilderung zuständig ist.

Positive Signale vom Fachdienst

„Als wir ganz am Anfang unserer Überlegungen bezüglich der Tempo-30-Zone an der Friedrich-Ebert-Straße standen, hatten wir schon mal Kontakt zum Fachdienst Verkehrssicherung und -lenkung beim Märkischen Kreis. Damals hieß es, dort sei die Situation bekannt und man habe bereits überlegt, von sich aus zu handeln“, erklärt Peter Christian Schröder, Vorsitzender der Freien Wähler. Ähnlich habe man auch die Haltung im Ordnungsamt wahrgenommen. „Deshalb waren wir auch so überrascht, als die Verwaltung in ihrer Vorlage die Beibehaltung der bisherigen Regelung empfahl“, sagt Torsten Götze, der als Sachkundiger Bürger für die FWG tätig ist.

"Die jetzige Regelung ist einfach sinnlos"

Nach wie vor zweifeln die Mitglieder der Wählergemeinschaft den Sinn der bestehenden Situation an. „Die jetzige Regelung ist einfach sinnlos. Es gibt keinen Grund, außerhalb der Schulzeiten dort mit 30 Kilometern pro Stunde zu fahren. Etliche Ausschussmitglieder berichteten ja auch von ihren eigenen Erfahrungen im Oberbergischen Kreis, wo temporäre Einschränkungen im Bereich von Schulen die Regel sind. Da ist man sicher weiter als bei uns“, erklärt Schröder und macht nun einen Vorschlag, der dann selbst die von ihm als fortschrittlich bezeichneten Regelungen im Oberbergischen Kreis in den Schatten stellen könnte. In dem Schreiben der FWG an den Kreis heißt es: „Alternativ (zu einem Tempo-30-Schild mit der Einschränkung zu seiner Gültigkeit) könnte man eine temporäre Tempo-30-Zone mit doppelseitigen LED-Signalen errichten, die zeitgesteuert eingeschaltet werden könnten, um das Verkehrsaufkommen situationsbedingt anzupassen.“

LED-Signale wären flexibel einsetzbar

Götze: „Das hätte den Vorteil, dass man die Zone von montags bis freitags zwischen 7 und 17 Uhr auf Tempo 30 schalten, an den Wochenenden und in den Ferien die Anzeige einfach auslassen könnte. Bei Sonderveranstaltungen wie Sportereignissen oder Stadtfesten, könnte flexibel und ohne großen Aufwand reagiert werden.“ „Das wäre, soweit wir das recherchieren konnten, im Märkischen Kreis ein Pilotprojekt und für den genannten Standort bestens geeignet“, ergänzt Schröder.

Viel Zuspruch für die FWG aus der Bevölkerung

Beide Politiker bekräftigen noch einmal im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung, dass sie viel Zuspruch von Kierspern bekommen hätten, die mit der jetzigen Regelung nicht einverstanden seien.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare