66 Teilnehmer bei ADAC-Motorrad-Veteranen-Fahrt des KRC

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„Mister Motorrad“ wird Rüdiger Bauer in der Oldtimerszene genannt. Am liebsten fährt er bei Regen.

Kierspe - Ideal war das Wetter für eine Motorrad-Veteranen-Fahrt am Samstag wirklich nicht. Es regnete in Strömen oder nieselte. Trockene Momente gab es nur selten. Dennoch kamen 66 Unerschrockene aus allen Teilen Deutschlands, um an der 14. ADAC-KRC-Motorrad-Veteranen-Fahrt des Kiersper Rallye Clubs (KRC) teilzunehmen.

Tourensportlich und touristisch, so waren die Motorradveteranen über 130 Kilometer im Märkischen Kreis unterwegs. Die älteste Maschine am Start war eine DKW NSU von 1928 mit 250 Kubikzentimetern und 6 PS. Willy Hof aus Hanau, ehemals Vorsitzender des Veteranen Fahrzeugverbandes, hatte sie mitgebracht.

„Die Firma DKW war im Jahr 1928 die größte Motorradfabrik der Welt. Damals kaufte man das Motorrad ohne Licht und ohne Tacho, aber das hier angebrachte Zubehör ist Original“, erklärte Hof, der seine Maschine seit 30 Jahren besitzt. Genauso lange nimmt der heute 80-Jährige auch bereits an Rallyes teil, auch für den Oldtimer-Weltverband. Gekauft hatte er sein Krad von einem kleinen Reparaturbetrieb. Willy Hof ist mit ihm touristisch unterwegs, weil er sich die Gegend gerne anschaut.

Die BMW R 25/3 von Rüdiger Bauer aus Tostedt ist nicht ganz so alt. 1954 ist ihr Baujahr und sie ging schon oft in Kierspe an den Start. Bereits zum elften Mal war Rüdiger Bauer bei der Motorrad-Veteranen-Fahrt des KRC dabei. Der Niedersachse, der in der tourensportlichen Klasse fährt, liebt die Atmosphäre von Rallyes und ist in ganz Deutschland unterwegs. „Meine BMW ist sehr zuverlässig, unkompliziert und leicht zu händeln“, verriet er. „Sie hat einen Kadernantrieb, wahrscheinlich 13 PS und verbraucht auf 100 Kilometern gerade einmal viereinhalb Liter Benzin.“

Bereits seit 55 Jahren ist Rüdiger Bauer ununterbrochen im Rennsport aktiv. Früher fuhr er Motocross, Speedcross, Sandbahn- und Grasbahnrennen. Sein erstes Rennen fuhr „Mister Motorrad“ – so wird er in der Oldtimerszene genannt – im Jahr 1965. Rüdiger Bauer, bei dem sich die Pokale stapeln, ist mit seiner Maschine am liebsten bei Regen unterwegs.

Bei der Rennleitung anmelden, die Rallyeunterlagen abholen, gut frühstücken und anschließend bei der Fahrerbesprechung anwesend sein – das war der Ablauf für die 66 Teilnehmer der Ausfahrt am Samstagmorgen. Um Punkt 10.01 Uhr wurde es dann für den ersten Fahrer ernst. Dieter Kasper gab am Startpunkt auf dem Gelände des Autohauses Knabe den „Startschuss“ und fand dabei immer ein paar erklärende Worte zu dem gerade vorgefahrenen Motorrad und seiner „Lebensgeschichte“.

Rund 130 Kilometer lang war die Strecke, die zurückgelegt werden musste. Dabei hatten alle Fahrer darauf zu achten, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde eingehalten wurde. Durchgangskontrollen, Zeitkontrollen und Gleichmäßigkeitsprüfungen waren zudem zu durchlaufen. Je nachdem, ob alles richtig oder ob kleine Fehler gemacht wurden, zog das einen Punktabzug mit sich oder nicht.

Gleich nach dem Start fand für die Teilnehmer an der Waldheimstraße die erste Gleichmäßigkeitsprüfung statt. 250 Meter in exakt 40 Sekunden zu fahren, war nicht so einfach, wie es sich anhörte.

Weiter ging es nun über Mühlen-Schmidthausen und Halver nach Schalksmühle, Richtung Altena zum Wixberg, dann nach Küntrop und von dort wieder nach Kierspe, wo gegen Abend die Siegerehrung stattfand.

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