Vorgeschaltete Lichtzeichen am Bahnübergang Sankel

+
An den Bahnübergängen, von denen es im Bereich der Volmetalstrecke zwischen Meinerzhagen und Brügge elf gibt, wird der Straßenbelag mit sämtlichen Markieren erneuert.

Kierspe - Im Dezember dieses Jahres sollen erstmals wieder Personenzüge von Meinerzhagen nach Brügge durch das Volmetal rollen, auch wenn es zu keinen Stopps am Kiersper Bahnhof aufgrund des noch fehlenden Bahnsteigs kommen wird. Dafür müssen allerdings noch einige Arbeiten erledigt werden.

Mit der Reaktivierung der Volmetalstrecke für den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr wird es dann wieder möglich sein, mit dem Zug nach Lüdenscheid, Hagen, Dortmund sowie Gummersbach und Köln zu kommen. „Für die Betriebsaufnahme des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Zwei-Stunden-Takt auf der Volmetalbahn“, so hat jetzt ein Sprecher der Deutschen Bundesbahn auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung mitgeteilt, „sind keine baulichen Maßnahmen an den Bahnübergängen erforderlich“. Die Strecke zwischen Lüdenscheid-Brügge und Meinerzhagen werde schon seit dem Fahrplanwechsel 2016/17 vom Stellwerk Brügge aus betrieben. Damit dies auch reibungslos klappt, werden an der gesamten Strecke neue Kabel verlegt. 

Um Autofahrer nicht zu verunsichern, sind die Lichtzeichen an den Bahnübergängen abgedunkelt und die Schranken umwickelt.

Dafür werde die Volmetalstrecke von Montag bis Freitag für den Zugverkehr gesperrt und die Bahnübergänge außer Betrieb gesetzt – dies sei auch der Grund, so lauten die Informationen des Bahnsprechers, warum die Lichtzeichen an den Übergängen abgedunkelt und die Schrankenbäume umwickelt werden. Dies beuge einer Verunsicherung der Autofahrer vor. Mit „keine baulichen Maßnahmen“ meint der Bahnsprecher allerdings nur, dass nichts Neues an den elf Bahnübergängen entstehen wird. Sanierungen und technische Sicherungen – zum ersten Mal an sechs Übergängen – müssen jedoch noch durchgeführt werden. Sanierung bedeutet, dass der Straßenbelag mit allen Markierungen erneuert und gegebenenfalls die Straßenführung angepasst wird. Ebenfalls wird es neue Schranken und Lichtzeichen an den Bahnübergängen geben und, wo noch nichts vorhanden, ergänzt. An den Stellen, die erstmals technisch gesichert werden, stellt die Bahn Lichtzeichen auf und installiert zusätzlich Halbschranken. Letzteres sei abhängig von der Verkehrsbelastung. 

An dieser Stelle können Lichtzeichen und Andreaskreuz wohl abgebaut werden, die Wiesenzufahrt ist komplett zugewuchert.

Eine Besonderheit stellt der Bahnübergang „Sankel“ dar: Weil dort die sogenannte Aufstellfläche für Autos von der Bundesstraße 54 aus direkt vor dem Schienenstrang zu klein ist, werden an der B 54 sogenannte vorgeschaltete Lichtzeichen installiert. Passiert ein Zug den Bahnübergang, wird der Verkehr auf der Bundesstraße mit roter Ampel gestoppt. Diese Maßnahme wird aber erst im kommenden Jahr durchgeführt werden können, weil das entsprechende Verfahren zur Erlangung des Baurechts bislang noch nicht abgeschlossen ist. Was ebenfalls zur Folge hat, dass die Bahn noch keine genaue Auskunft über die Bauzeit geben kann. Dies sei erst dann möglich, wenn das Eisenbahnbundesamt (EBA) die Plangenehmigungen erteilt hat.

Ähnliches gilt auch für den Bahnhof in Kierspe: Auch für den Bau eines Bahnsteigs liegt noch kein Baurecht vor. Dieser kann also erst errichtet werden, wenn die notwendigen Genehmigungen erteilt werden. Vergleichbares gilt im Übrigen auch für den Bahnhof beziehungsweise Haltepunkt Halver-Oberbrügge; auch dort sind die Voraussetzungen für einen Halt der Personenzüge noch nicht gegeben. Ob in Kierspe ein provisorischer Bahnsteig errichtet wird, konnte der Bahnsprecher noch nicht sagen. Ohne diesen werden die Züge „nur“ durch Kierspe fahren, aber leider nicht anhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.