21 000 Kubikmeter Erde sollen die Grundlage schaffen

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Hunderte Lastwagen werden benötigt, um 21 000 Kubikmeter Erdmaterial nach Kierspe zu bringen, damit das Niveau des Geländes, auf dem das Gerätehaus entstehen soll, angehoben wird.

Kierspe - Zwischen 15 und 40 Tonnen Erde passen auf einen Lkw beziehungsweise Sattelzug. Damit werden es wohl Hunderte Lastwagen sein, die bald das Gelände an der Dr. Hans-Wernscheid-Straße anfahren müssen, um dort durch Aufschüttung das Niveau zu heben – und so die Grundlage für das neue Feuerwehrgerätehaus zu schaffen.

21 000 Kubikmeter Boden müssen geliefert und aufgebracht werden. „Da ist es aber mit einfachem Abkippen nicht getan“, erklärt Rainer Schürmann, der für den Bau des Gerätehaus-Neubaus bei der Stadtverwaltung zuständig ist.

Doch selbst das Abkippen ist nicht ganz so einfach. Denn zuerst muss ein Unternehmen gefunden werden, das die großen Mengen an Füllmaterial zur Verfügung hat. Denn im Gegensatz zu Steinen, die in Steinbrüchen gewonnen werden, und Sand, der abgebaggert wird, ist es bei Erdreich üblich, dass dieses dort gewonnen wird, wo es aufgrund von Baumaßnahmen entnommen wird. „Möglichst sollte das Material auch von einer einzigen Stelle stammen. Außerdem werden regelmäßig Proben genommen, um sicherzustellen, dass der Boden frei von Altlasten ist. Darüber hinaus möchten wir Material, das über einen hohen Anteil von Steinen verfügt“, erklärt Schürmann. Letzteres sei wichtig, da klassischer Lehmboden ansonsten instabil werden könnte. Doch auch bei dem gewünschten Boden müssen noch viele begleitende Arbeiten erfolgen, um die Stabilität zu gewährleisten.

So muss das Gelände zuerst freigeräumt werden – nicht nur von Büschen und Bäumen, sondern auch vom Mutterboden. Danach werden Stufen eingebracht, die ein „Verzahnen“ des neuen Materials mit dem vorhandenen Boden erlaubt. Schürmann: „Dann kann mit dem Aufschütten begonnen werden. Allerdings muss nach jeder Lage mit Spezialfahrzeugen der Boden verdichtet werden. Und nach jeder aufgebrachten Lage muss auch die Druckfestigkeit überprüft werden.“ Doch bevor der erste Lkw auf das Gelände fährt, muss die Politik dem Vorgehen, dem Preis und dem Lieferanten noch zustimmen, damit es in Kürze losgehen kann. Danach geht Schürmann von einem zügigen Verlauf aus: „Ich rechne damit, dass die 21 000 Kubikmeter innerhalb von drei Wochen aufgebracht werden.“

Unabhängig von dem Boden laufen die Planungen des eigentlichen Gebäudes weiter. So sei das Büro „kplan“ derzeit in Abstimmung mit der Feuerwehr dabei, die technische Geräteausstattung festzulegen, um eine Ausschreibung zu starten, mit der ein Generalunternehmer gesucht werden soll. „Dabei geht es genauso um die Beschaffenheit der Hallenböden wie um die Position der Steckdosen im Gebäude“, erklärt Schürmann.

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