Bauhof stellt sich auf ersten Wintereinbruch ein

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Das städtische Winterdienstteam ist seit Anfang der Woche gerüstet für Schnee und Eis. An den Fahrzeugen wurden Pflug und Streugerät montiert. In der Streumittelhalle lagern Salz und Splitt bis unters Dach. ▪

KIERSPE ▪ Am Multicar ist das Streugerät bereits seit geraumer Zeit montiert und es gab sogar schon einen ersten Einsatz im Zusammenhang mit einem Glatteisunfall bei Fernhagen in der verangenen Woche. „Ansonsten mussten wir aber noch nicht raus“, informiert Birgit Eschrich, die einer der Einsatzleiter für den Winterdienst beim städtischen Bauhof ist. Wegen des von den Meteorologen angekündigten Wintereinbruchs mit den ersten Schneefällen hat die Stadt Anfang der Woche die Fahrzeuge für den Winterdienst aufgerüstet mit Pflügen und Streugeräten. Eschrich koordiniert alle Einsätze zusammen mit ihrem Kollegen Bernd Crone und Bauhofleiter Wolfgang Schäffler.

Zwar besagen die Vorhersagen erst einmal Kälte, auch mit etwas Schnee, „doch schon ab Mitte der nächsten Woche herrscht wieder Uneinigkeit über die weitere Entwicklung“, macht Crone aufmerksam. Er rechne derzeit eher noch nicht mit einem massiven Wintereinbruch mit größeren Mengen Eis und Schnee. Trotzdem ist der städtische Bauhof ab sofort bestens gerüstet für alle Herausforderungen des Winters: Salz und Splitt türmen sich im Streumittellager am Rathaus bis unters Dach. Eingekauft werden musste aber kein weiteres Material, da im vergangenen Jahr der Verbrauch wegen des insgesamt milden Wetters, bis auf den Januar, sowie des wenigen Schnees sehr gering war.

Seit einiger Zeit schon fahren im Auftrag der Stadt sechs Fremdunternehmer mit Pflügen und Streugerät. „Dabei zeigen diese sich sehr flexibel und sind immer einsatzbereit“, lobt Crone die Firmen. Darüber hinaus unterhält die Kommune aber auch eine eigene Flotte von Winterdienstfahrzeugen wie einen Unimog, Traktor und Multicar, jeweils mit Pflug und Streugerät, sowie noch drei Kleintraktoren für die Gehwege und ein Fahrzeug, mit dem der Fußtrupp unterwegs ist, um Bushaltestellen und Treppenanlagen freizuhalten.

Gestreut wird abhängig von den Witterungsbedingungen und Straßenverhältnissen Salz, Feuchtsalz oder Splitt, macht Crone aufmerksam. Dabei würden selbstverständlich nur die Mengen aufgebracht, die unbedingt sein müssten. Wieviel das ist, sagt den Mitarbeitern die über viele Jahre gesammelte Erfahrung.

Überrascht werden kann das Team vom Wintereinbruch nicht, denn die Bauhofführung hält sich ständig über die Wetterentwicklung auf dem Laufenden. So wird die Stadt online mit aktuellen Daten versorgt. Anhand des Wetterradars lässt sich beispielsweise das Eintreffen einer Schlechtwetterfront mehr oder weniger minutengenau prognostieren. Auch der Kiersper Hobbymeteorologe Marc Thiessenhusen, der im Internet aktuelle lokale Informationen liefert, informiert den Bauhof. Über die aktuelle Lage gibt darüber hinaus die eigene Wetterstation Aufschluss, mit der Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windstärke wie auch -richung ermittelt werden. Sehr viel hilft den Mitarbeitern, wie Bernd Crone anmerkt, aber auch die persönliche Einschätzung aufgrund der meist zahlreichen Dienstjahre.

Der Einsatzleiter bittet die Bürger schon einmal, wenn der Winter kommt, etwas Geduld zu zeigen, weil die Straßen in einer bestimmten Reihenfolge geräumt werden: Erst kommen die Schulbusstrecken und das Industriegebiet sowie seit diesem Jahr natürlich noch der neue Zentrale Omnibusbahnhof an die Reihe, danach die Wohnsammelstraßen und zum Schluss erst die reinen Anliegerstraßen. Dringend ebenfalls der Appell, die Straßen möglichst freizuhalten von parkenden Autos, so dass die Winterdienstfahrzeuge durchkommen.

Beim Schneeschippen, so Crone weiter, dürfe auch nicht einfach alles auf die Straße geworfen werden. Obwohl die Fahrer am Steuer der Einsatzfahrzeuge immer bemüht seien, Grundstückszuwegungen nicht zuzuschieben, ließe sich das an beidseitig eng bebauten Straßen oft leider nicht immer vermeiden. Hier die Bitte des Stadtmitarbeiters um Verständnis. ▪ rh

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