Unter Kiersper Beteiligung

Straßenkarneval in Wipperfürth: Jecken trotzen dem Wetter

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Schon zum fünften Mal mit dabei waren auch die kleinen Löschzwerge von der Kiersper Kinderfeuerwehr.

Wipperfürth/Kierspe - Auch Regenwetter kann wahre Karnevalisten nicht vom Feiern abhalten. So tummelten sich Tausende Menschen beim Straßenkarneval in Wipperfürth. – mit dabei auch der Spielmannszug der Kiersper Feuerwehr und die Löschzwerge, die im Zug mitmarschierten.

Die Nachbarstadt Wipperfürth gilt seit jeher als „das“ hiesige Zentrum karnevalistischen Geschehens schlechthin, an dem sich das Narrenvolk rings um die älteste Stadt im Bergischen Land gerne orientiert. Wie beispielsweise mit schöner Regelmäßigkeit immer dann, wenn die Session beim traditionellen Straßenkarneval am Karnevalssonntag ihrem Höhepunkt zustrebt – einerlei dabei, wie auch immer sich das Wetter an diesem Tag nun geben mag.

Geduldiges Warten

Denn trotz der alles andere als für den Straßenkarneval positiven Wettervorhersage säumte am Sonntagnachmittag eine mehrere Tausende zählende Zuschauermenge die Straßen in der Wipperfürther Innenstadt und wartete geduldig so lange, bis der „Zoch kütt“, wie es im Bergischen Platt heißt.

Sorgte traditionell mit für die musikalische Begleitung beim Straßenkarneval in Wipperfürth: Der Spielmannszug der Feuerwehr Kierspe unter Stabführung von Frank „Brummi“ Schmidt.

Und die Karnevalsjecken wurden für ihren Optimismus dann tatsächlich auch belohnt. Fast punktgenau zu dem Zeitpunkt, als sich der „Zoch“ in Bewegung setzte, schloss der Himmel seine Pforten. Stattdessen „regnete“ es von nun an „Kamelle, Strüssjer & Co.“ in großer und von den an den Straßenrändern wartenden Zuschauern kaum zu bewältigender Menge. Wie immer, kam eine große Anzahl an Schaulustigen auch aus den beiden Volmestädten Kierspe und Meinerzhagen und darüber hinaus – ablesbar an der Autoschlange, die sich schon weit vor Beginn des eigentlichen Geschehens aus dem Westfälischen in Richtung Rheinland in Bewegung gesetzt hatte.

Eine wohl in die Tausende zählende Zuschauermenge säumte die Straßen in der Wipperfürther Innenstadt.

Süffiges Kölsch und andere passende Getränke, natürlich jede Menge an plärrender Karnevalsmusik, die an jeder Ecke auf die wartende Menge herabrieselte, verkürzte die Wartezeit. Sehr zur Freude der Jecken aus nah und fern war es dem Organisationsteam der Wipperfürther Karnevalisten auch diesmal in bewährter Weise gelungen, einen mit insgesamt 37 Motivwagen und Fußtruppen bestückten Zug auf die Beine zu stellen, der sich dann nach und nach seinen Weg von der Neye- Siedlung aus durch die Innenstadt bahnte.

Kreative Motivwagen

Vereins- und Geschäftswelt, kirchliche Stellen, Nachbarschaften und Dorfgemeinschaften hatten ihrer Kreativität beim Gestalten der Motivwagen auch jetzt wieder freien Lauf gelassen. Da fiel es wohltuend auf, dass – im Gegensatz zu den Umzügen in den absoluten Karnevalshochburgen an Rhein und Main – die ein oder andere Persiflage auf die „große“ Politik oder zumindest doch auf das kommunale Geschehen vor Ort weitgehend fehlte, dafür stattdessen aber das pulsierende Leben in Vereinen, Institutionen und Nachbarschaften umso deutlicher dargestellt wurde. Unterm Strich betrachtet dürften sich somit wohl die Allermeisten deshalb wieder einmal über die Vielfalt dessen, was im kleinen Wipperfürth am Karnevalssonntag buchstäblich „auf die Beine“ gestellt wurde, gefreut haben.

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