"Ein historischer Moment"

Symbolische Schlüsselübergabe fürs neue Gerätehaus an die Feuerwehr Kierspe

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Ein imposanter Blick von oben in die neue Fahrzeughalle des Gerätehauses.

Kierspe - Das vergangene Wochenende nutzten die Wehrleute der früheren Löschzüge 1 und 2, Stadtmitte sowie Wehestraße, um das neue Gerätehaus am Wildenkuhlen zu beziehen. Sämtliche Einsätze vom neuen Löschzug 1 Stadtmitte werden ab sofort von dort abgewickelt.

Zwei erste Einsätze (ein kleiner Flächenbrand, Mensch hinter verschlossener Tür) wurden am vergangenen Samstag bereits von dort gefahren. Allerdings: „Wie bei jedem Umzug ist auch hier nicht alles perfekt fertig“, weiß Feuerwehrsprecher Christian Schwanke zu berichten. „Kisten stehen rum, Schränke fehlen, es muss noch vieles aussortiert werden. Aber in den nächsten Wochen wird es wohl abgeschlossen werden“, so Schwanke.

Es musste viel Material aus zwei Gerätehäusern ins neue Gebäude am Wildenkuhlen geschafft werden – und von zusammen sechs Einheiten der Wehr. Schließlich ziehen nicht nur die beiden Löschzüge ein, sondern auch der Spielmannszug, die Jugendfeuerwehr, die Kinderfeuerwehr und die Abteilung Brandschutzerziehung. „Gerade der Umzug der Fahrzeuge am Freitag vor Pfingsten war für alle ein emotionaler Moment“, so Schwanke. „Vor allem die älteren Kameraden, die Jahrzehnte an den alten Stadtorten verbracht haben, mussten das ein oder andere Tränchen verdrücken.

Symbolische Schlüsselübergab mit Abstand: Olaf Stelse (Mitte), Rainer Schürmann (3. von links) und Oliver Knuf (3. von rechts) übergaben das neue Feuerwehrgerätehaus an Nadine Dörseln, Mike Budde (von links) sowie Torben Standhaft und Andreas Pfaffenbach (von rechts).

Beide Züge trafen sich mit den Fahrzeugen an der Waldheimstraße um dann im Korso und Martinshorn in das neue Gerätehaus am Wildenkuhlen zu fahren.“ Das Gerätehaus an der Wehestraße ist an den neuen Besitzer übergeben, das Gerätehaus Stadtmitte soll voraussichtlich zu Wohnungen umgebaut werden, erklärte Beigeordneter Olaf Stelse, der in Vertretung des verhinderten Bürgermeisters Frank Emde, aber in Begleitung von Rainer Schürmann und Oliver Knuf am Mittwoch die symbolische Schlüsselübergabe an den Leiter der Wehr, Mike Budde, vornahm. Budde selbst gab den Schlüssel gleich weiter an die Zugführung Andreas Pfaffenbach, Torben Standhaft und Nadine Dörseln.

Budde bedauerte natürlich, dass „alles, was dazu gehört, hinten runter fällt“ und meinte damit die wegen der Corona-Pandemie fehlende Einweihungsfeier. Die soll ebenso wie ein Tag der offenen Tür irgendwann nachgeholt werden. Mike Budde sprach aber dennoch von einem historischen Moment, der bei den 65 Mitgliedern des Löschzugs Stadtmitte für ein Leuchten in den Augen gesorgt habe.

Auch die Ausrüstung des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe zog mit um.

Das Gerätehaus sei sehr zukunftsfähig, sozusagen die „Feuerwehr 5.0“. Die Feuerwehr-taktische Sicherheit und damit die Tagesverfügbarkeit sei durch das neue Gerätehaus verbessert worden. Man komme zeitnah an die Einsatzorte. Auch das Zusammenspiel zwischen den beiden alten Löschzügen klappe gut, lobte Budde. Denn schon seit vier Jahren werden die Teams immer wieder durchgemischt, um sich kennenzulernen. Und er dankte ebenso wie Stelse allen Beteiligten.

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