Stundenplan ist jedesmal wie ein Puzzlespiel

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Es ist wieder einmal geschafft: der Stundenplan an der Bismarckschule steht. Schulleiter Ekkehard Haas und Konrektorin Gisela Paulick haben an den vergangenen beiden Tagen intensiv daran gearbeitet. Paulick selbst und Katharina Fahlenbock werden als Klassenlehrerinnen den neuen ersten Jahrgang übernehmen. ▪

KIERSPE ▪ Es ist immer wie ein kniffliges Puzzlespiel, wenn Schulleiter Ekkehard Haas und seine Stellvertreterin Gisela Paulick mit den farbigen Magnetchips, jeweils unterschiedlich für jeden der insgesamt zwölf Lehrer, den Stundenplan für die Bismarckschule erarbeiten. Dies passierte wieder am Montag und Dienstag dieser Woche.

Die Chips wurden auf der großen Magnettafel an der Wand hin- und hergeschoben, bis schließlich alles passte und es keine unerwünschten Doppelbesetzungen mehr gab. Zum Schluss fiel der Konrektorin dann doch noch ein Fehler auf, der aber schnell ausgemerzt war. „So wird bei uns geklärt, wer wie viel Stunden in welcher Klasse unterrichtet“, macht sie aufmerksam.

Die Tafel hängt für alle Kollegen sichtbar an der hinteren Wand des Lehrerzimmers, so dass ein kurzer Blick ausreicht, um sich zu informieren. Zur Sicherheit überträgt Paulick alles aber nochmals auf eine zusammenklappbare kleine Magnettafel, die dann in den Schrank kommt. Immerhin könne es mal passieren, dass beispielsweise beim Putzen oder aus einem anderen Grund alles durcheinander gerät.

Fixe Vorgaben sind, dass pro Tag maximal sechs Unterrichtsstunden à 45 Minuten zur Verfügung stehen, es in diesem Jahr neun Klassen gibt, davon je zwei im ersten, zweiten und vierten Schuljahr sowie drei im dritten Jahrgang, oder auch dass sich unter den zwölf Lehrern eine Teilzeitkraft befindet. Bedacht werden muss aber noch sehr viel mehr: So darf es für die Kinder wie möglichst genauso für die Kollegen keine Freistunden geben, sondern die ganze Zeit muss ausgefüllt sein. Es gibt feste Zeiten für den Religions- oder auch den Schwimmunterricht, andererseits fällt das Lehrschwimmbecken dienstags ab der fünften oder sogar schon vierten Stunde weg, weil dann die Freie Dorfschule dieses nutzt, wie Haas anmerkt.

Paulick ergänzt: „Wir selbst geben uns zudem vor, dass es im ersten Schuljahr immer parallele Anfangs- und Endzeiten gibt und jede Klasse mindestens zwei Stunden hat, bei denen eine Zweierbesetzung mit Lehrern gewährleistet ist, im ersten Jahrgang möglichst sogar noch öfter.“ Zudem muss der Förderunterricht durch die sozialpädagogische Fachkraft entweder im Klassenverband oder auch extern in einer separaten Gruppe integriert werden.

Zusammen mit den Arbeitsgemeinschaften und Fördergruppen waren diesmal 286 Stunden zu vergeben, was deutlich über das Soll hinaus geht. Möglich wurde dies durch eine zurzeit relativ gute personelle Ausstattung an der Bismarckschule. Es gibt im Schuljahr 2011/12 unter anderem eine Theater-AG und eine Experimentier-AG sowie jeweils eine Schwimm-, Sport- und Rechenförderung.

Erste Überlegungen für den Stundenplan haben die beiden Schulleitungsmitglieder bereits direkt nach dem Schulende am ersten Ferientag angestellt, die konkrete Umsetzung begann dann jedoch erst jetzt. „Das Grundgerüst steht“, teilen Ekkehard Haas und Gisela Paulick durchaus etwas erleichtet mit. Sie rechnen nun höchstens noch mit geringfügigen Änderungen, wenn die Planung dann am kommenden Montag und Dienstag bei den dann anstehenden Lehrerkonferenzen dem Kollegium präsentiert wird. Zumal vorgebrachte Wünsche von Lehrern so weit wie möglich umgesetzt wurden.

Mit Gisela Paulick in der 1a und Katharina Fahlenbock, die erst seit Februar an der Grundschule am Richelnkamp unterrichtet, in der 1b stehen die Klassenlehrerinnen des neuen ersten Jahrgangs schon länger fest. Dieser besteht aus 56 Mädchen und Jungen. Während für sie erst am Donnerstag, 8. September, um 10 Uhr Schulstart ist, beginnt der Unterricht für alle anderen Kinder bereits am Tag zuvor, also am Mittwoch, wie gewohnt um 7.55 Uhr.

Das gilt ähnlich für alle anderen Grundschulen: An der Pestalozzischule werden diesmal 72 i-Männchen eingeschult, an der Schanhollenschule 30 und an der Rönsahler Servatiusschule 18. Wie Dorette Vormann-Berg von der Stadt Kierspe außerdem mitteilt, wird der neue fünfte Jahrgang der Gesamtschule aus 196 Schülern bestehen. Für die Gesamtschule geht es ebenfalls am Mittwoch los, für die Fünftklässler jedoch auch erst am Donnerstag – und zwar am Nachmittag, zunächst um 15.15 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Margarethenkirche und dann der Einschulungsveranstaltung um 16.30 Uhr im Pädagogischen Zentrum.

Rolf Haase

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