DRK eilt zur Hilfe

"Blackout" in der Nacht: Teile von Kierspe ohne Strom - Patienten betroffen

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Ein Stromausfall legte in der Nacht auf Montag mehrere Straßenzüge von Kierspe lahm.

Kierspe - Ein Stromausfall legte in der Nacht auf Montag Teile von Kierspe lahm.

Eine 10.000-Volt-Leitung zwischen zwei Stationen in der Bachstraße war defekt, weshalb um 2.03 Uhr der erste Kunde beim Enervieversorger anrief, um die Störung zu melden. Betroffen waren neben der Bachstraße auch der Blankenberg, der Lortzingweg sowie Bordinghausen.

Dort fiel das Malheur auf der Straße nicht sofort auf, denn die Laternen funktionierten noch. Sie werden in der Regel über separate Leitungen gespeist. Lichterketten und andere Weihnachtsdekorationen blieben allerdings dunkel.

Stromausfall in Kierspe: DRK eilt zur Hilfe

Für eine in Bordinghausen ansässige Pflegeeinrichtung wäre dies das kleinste Problem gewesen. Viel schlimmer ist der Stromausfall für vier dort betreute Menschen, die auf eine künstliche Beatmung angewiesen sind.

Um hier für Notfälle gewappnet zu sein, wurde der Rettungsdienst gerufen. Zwar kann die Beatmung auch aus Sauerstofffaschen und mit Akkugeräten aufrechterhalten werden, doch bei längerfristigen Stromausfällen kann es trotzdem bedrohlich werden.

Auch Pflegeeinrichtung ohne Strom

Da in Kierspe das Deutsche Rote Kreuz ohnehin häufig als "First Responder" im Einsatz ist, wurde die Hilfsorganisation neben einem Wagen des Regelrettungsdienst zur Unterstützung entsandt. Um "auf Nummer sicher" zu gehen, wurde nach erster Lageeinschätzung sogar eine Einsatzgruppe des DRK zusammengestellt: Helfer aus dem gesamten Südkreis wie auch MeinerzhagenHerscheid und Plettenberg wurden alarmiert, um unter anderem mit einem Notstrom-Aggregat nach Kierspe zu kommen.

Stromausfall dauert fast zwei Stunden

Doch während dieser Einsatz anlief, hatten die Techniker von Enervie bereits ganze Arbeit geleistet: Der Strom war um 3.46 Uhr wieder da! Es konnte in dem engmaschigen Netz auf eine andere Leitung umgeschaltet werden.

Das ist die übliche Vorgehensweise, erklärt ein Sprecher des Energieversorgers. Zum Glück ist dies fast immer möglich, so dass der eigentliche Defekt später in aller Ruhe behoben werden kann.

Die alarmierten Kräfte brauchten nicht mehr auszurücken, und mancher wird von dem nächtlichen Ausfall nichts mitbekommen haben. Ob allerdings jeder Radiowecker am Montagmorgen zuverlässig seinen Dienst verrrichtete, ist fraglich.

Große Auswirkungen hatte ein Stromausfall in Hagen: Reisende am Hauptbahnhof standen im Dunkeln. An den Bahnsteigen herrschte Chaos. In Lüdenscheid war eine Straße ohne Strom, weil ein 400-Volt-Kabel beschädigt wurde. In Halver legte ein Stromausfall einen Großteil der Innenstadt lahm.

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