Lockdown fiel mit milden und warmen Temperaturen zusammen

Strom, Gas, Wasser: So wirkt sich die Pandemie auf den Verbrauch aus

Durchs Homeoffice hat der Stromzähler manche Extrarunde gedreht, auf den Wasser- und Gasverbrauch hat sich diese Art zu Arbeiten kaum ausgewirkt.
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Durchs Homeoffice hat der Stromzähler manche Extrarunde gedreht, auf den Wasser- und Gasverbrauch hat sich diese Art zu Arbeiten kaum ausgewirkt.

Kierspe – Auch wenn die Corona-Pandemie überall ihre Spuren hinterlassen hat, am Gas- und Wasserverbrauch der Haushalte ist sie nicht ablesbar. Beim Stromzähler sieht das schon anders aus.

Wenn sich Tausende Kunden deutlich häufiger die Hände waschen, muss sich das doch auf den Verbrauch auswirken – eigentlich. Wie das bei dem einzelnen Haushalt aussieht, kann Christian Lombardi, Prokurist der Stadtwerke Kierspe nicht sagen, wohl aber, wie es um den Gesamtverbrauch des Wassers bei den Kunden des Kiersper Unternehmens bestellt ist: „Wir haben beim Wasser keinen Mehrverbrauch. Natürlich haben wir Spitzen gehabt, die sind aber auf die warmen Tage zurückzuführen, dann steigt der Verbrauch immer an.“

Auch beim Gas sieht der Prokurist keine Veränderungen. „Als der erste Lockdown kam, war es bereits recht warm, deshalb mussten die Menschen, die sich im Homeoffice befanden, ihre Heizungen nicht aufdrehen. Dadurch hatten die Firmen, deren Büros leer blieben, aber auch keinen Einspareffekt, da sie die Räume sowieso nicht hätten heizen müssen.“

Anders würde das sicher aussehen, so Lombardi, wenn man Kunden hätte, die sogenanntes Produktionsgas verwenden würden. Damit ist Erdgas gemeint, das für Herstellungsprozesse benötigt wird, beispielsweise um Metall bei großer Hitze zu formen. Lombardi: „Da haben wir aber keinen einzigen unter unseren rund 1200 Gaskunden.“

Zum Strom kann der Stadtwerke-Prokurist nichts sagen, da das Kiersper Unternehmen nicht mit Strom handelt. Generell ist es schwer für die Versorger, Aussagen zum Verbrauch der Kunden zu treffen, da die Zählerstände für Gas, Wasser und Strom üblicherweise nur einmal im Jahr erfasst und ausgewertet werden.

Natürlich müssen aber Kunden, die im Frühjahr ins Homeoffice gegangen sind, mit höheren Stromkosten rechnen, wenn die Kaffeemaschinen oft angeworfen, die Rechner täglich hochgefahren und auf den Herden Mahlzeiten zubereitet werden. Die Stadtwerke Bremen haben das bereits nachgerechnet und denken, dass der Verbrauch, aufs Jahr gesehen, um vier bis sieben Prozent nach oben gegangen ist.

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