Streusalz nur dosiert und stark minimiert

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Der städtische Bauhof setzt Streusalz nur dosiert und stark minimiert ein. ▪

KIERSPE ▪ Der verantwortungsvolle Umgang mit Streusalz beim Winterdienst durch den städtischen Bauhof war in der September-Sitzung des Bau- und Umweltausschusses erneut ein Thema.

Anlass war der Antrag der FDP gewesen, Salz künftig zurückhaltender als bisher einzusetzen. So sollte konkret bei extremer Kälte von 20 Grad und weniger gar nicht mehr gestreut werden, wie die Liberalen wollten. Bloß noch in Tauwetterphasen sollte Salz aufgebracht werden und bei starker Sonneneinstrahlung. Ausgenommen sein sollten allein starke Gefälleabschnitte. Mit dem Hinweis auf die Verkehrssicherungspflicht und den bewährt guten Winterdienst des Bauhofes wurde eine Änderung der Praxis letztlich jedoch mehrheitlich abgelehnt.

Aber in der Diskussion wurde von den Grünen auf einen noch aus früheren Zeiten stammenden Widerspruch in der Straßenreinigungssatzung hingewiesen, nach dem die Verwendung von Streusalz und anderen auftauenden Mitteln grundsätzlich ausgeschlossen ist. Mit dieser Bestimmung sollte vor rund 20 Jahren der einst großzügige Umgang mit Salz eingedämmt werden. Die heute immer höheren Anforderungen der Verkehrsteilnehmer an den Winterdienst mit der Forderung nach gefahrlos nutzbaren Straßen lassen sich jedoch nur durch Salzstreuen gewährleisten.

Allerdings, so informierte die Verwaltung in der Bau- und Umweltausschusssituung in der vergangenen Woche, konnte durch verfeinerte und deutlich verbesserte Ausbringungstechniken von Mengen im einstelligen Grammbereich der Salzeinsatz auf ein Mindesmaß reduziert werden. Zudem habe sich Salz im vergangenen Winter als teures Gut herausgestellt, so dass ein verschwenderischer Einsatz sich von vornherein ausschließe.

Aktuell wurde vom zuständigen Ausschuss jetzt das Bestreuen der Gehwege, Fußgängerwege und gefährlichen Stellen auf Fahrbahnen bei Schnee- und Eisglätte als Maßnahme beim Winterdienst konkret in die Straßenreinigungssatzung aufgenommen. ▪ rh

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