Bürgerversammlung zur Pulverstraße

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Bürgermeister Frank Emde (stehend) sowie Lore Rempel, Reiner Schürmann, Olaf Stelse und Karsten Seidel (von links) von der Stadt Kierspe suchten gemeinsam mit den Anliegern rund um den neuen Netto-Markt zu einer Lösung der augenblicklichen Verkehrssituation zu kommen.

Kierspe - Großes Interesse zeigten die Anlieger der Pulverstraße und Luiseneiche aber auch viele Bewohner der Goethestraße, des Schillerwegs oder vom Hedberg an der Anliegerversammlung, in der gemeinsam nach Lösungen zur derzeitigen Straßenführung rund um den neuen Netto-Markt gesucht werden sollte. Die Stadtverwaltung Kierspe hatte dazu eingeladen.

Kaum ein freier Stuhl war kurz nach Beginn der Versammlung noch auszumachen, so das Bürgermeister Frank Emde vielen aufmerksamen Zuhörern erst einmal die momentane Situation darstellen konnte. „In einer Bürgerversammlung im Jahre 2013 ist die jetzige Verkehrsregelung abgesprochen worden. In ihr gab es einen Wendehammer, bevor es zur Luiseneiche weiter geht. Die Grünflächen an der Einmündung Pulverstraße zur K 2 geben den vom Märkischen Kreis geforderten Einblick auf die Kreisstraße. Ab dem Haus Pulverstraße 18 ist die Ausfahrt auf die Kreisstraße gesperrt“, so Emde. „Beobachtungen vor Ort haben allerdings ergeben, dass das Durchfahrverbot häufig ignoriert wird. Bislang haben sich zwei Verkehrsunfälle dort ereignet. Nach einem Ortstermin mit den Anliegern der Pulverstraße wurde in Erwägung gezogen, die Pulverstraße am Wendehammer abzupollern. Die Pulverstraße selbst kann dann von den Anliegern befahren werden.“

Zu diesem Vorschlag und der derzeitigen „Istsituation“ hatten nicht nur die Anlieger Gelegenheit, eigene Vorschläge abzugeben. Rechtsanwalt Friedhelm Wolf gab zu bedenken, dass er als Anwohner der Luiseneiche durch die neue Verkehrsführung jeden Tag vier Kilometer Umweg mit entsprechender Belastung für Umwelt und Anwohner fahren müsse. „Das sind im Jahr 1000 Kilometer“, so Wolf. „Und diesen Umweg fahre nicht nur ich, meine Nachbarn ebenso.“ Er schlug vor, die Pulverstraße und Luiseneiche nur für Anlieger freizugeben. Gegen Poller sei er, weil dann Feuerwehr und Notarztwagen Umwege fahren müssten und die Goethestraße so zugeparkt sei, dass dort kaum gefahren werden könne. Hans Krömer von der Goethestraße schlug eine Einbahnstraße von der K 2 Richtung Luiseneiche vor. Auch eine Einbahnstraßenregelung der Goethestraße vom Hedberg Richtung K 2 kam als Vorschlag zu Sprache. „Die Siedlung hier ist zu groß geworden“, stellte einer der Anwesenden fest. „Daher sind die Straßen hier auch zugeparkt, weil auf den Grundstücken selbst Parkmöglichkeiten fehlen.“ Die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Luise Linde brachte den Vorschlag ein, Poller an der Einmündung Pulverstraße zur K 2 aufzustellen und ansonsten das alternierende Parken vorzugeben. Der Vorschlag von Clemens Wieland (UWG-Vorsitzender) lautete Poller am Ende der Luiseneiche zur Goethestraße hin aufzustellen und die Pulverstraße und Luiseneiche für den Anliegerverkehr freizugeben. Die Versammlung war sich darüber im Klaren, dass die Poller für Feuerwehr und Rettungswagen umlegbar oder versenkbar sein müssten. Die Anwohner der Pulverstraße wünschten sich für ihren Bereich einen Bürgersteig. Karsten Seil (Stadt Kierspe) machte darauf aufmerksam, dass die Anlieger in diesem Fall an den nicht unerheblichen Baukosten beteiligt würden. Die Stadt Kierspe wird den Vorschlag von Clemens Wieland aufgreifen, darüber im Ausschuss Umwelt und Bauen beraten und schließlich dem Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises vorlegen. Bejaht auch das Straßenverkehrsamt das Projekt, könne es starten und in einer weiteren Bürgerversammlung erneut diskutiert werden.

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