Neue Decken auf fünf Straßenabschnitten

+
Auch an der Straße Höferhof soll in naher Zukunft wieder gearbeitet werden. Die für Mittwoch geplanten Ausbesserungsarbeiten mussten aber aufgrund eines Defekts im Asphaltwerk verschoben werden.

Kierspe - Jedes Jahr prallen im Ausschuss für Bauen die Wünsche der Politiker, die Leistungsfähigkeit des stadteigenen Personals und die Zwänge, die sich aus der Finanzsituation der Stadt ergeben, aufeinander.

Jedes Jahr ermittelt die Verwaltung Straßen, die sich durch eine Deckenerneuerung noch für viele Jahre gut nutzen lassen, ohne die Anwohner an den Baukosten zu beteiligen.

Fünf Straßenabschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 1500 Metern hat die Verwaltung unter Federführung des Bauhofleiters Bernd Crone ausgesucht, die in diesem Jahr eine Deckenerneuerung erhalten sollen (die MZ berichtete). Bei der Vorstellungen der Maßnahmen, für die rund 280 000 Euro eingeplant sind, wurde aber auch klar, dass die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bauen auch jenseits der Bereiche Baukholt, Haarhauser Weg, Friedhof Rönsahl und Börlinghausen noch dringenden Bedarf sehen. Auch wenn kein Ausschussmitglied anzweifelte, dass die tiefen Risse an den genanten Straßen – zum Teil ohne Bürgersteig – für Fußgänger und Autofahrer eine echte Gefahr darstellten, sprach Dieter Grafe (UWG) die Situation an der Straße zwischen Berker Mühle und Rhader Mühle an: „Ich habe den Plänen im vergangenen Jahr nur zugestimmt, weil mir fest zugesagt wurde, dass diese Straße in diesem Jahr saniert wird. Jetzt soll an dieser stark befahrenen Straße wieder nichts passieren. Dort ist kein Begegnungsverkehr möglich und die Schlaglöcher sind mittlerweile 15 bis 20 Zentimeter tief.“ Klaus Müller aus dem Sachgebiet Tiefbau wollte das so nicht stehen lassen, da man dort sehr wohl gearbeitet habe. Doch für eine grundsätzliche Sanierung fehle das eigene Personal, vor allem nach dem Tod des Sachgebietsleiters Carsten Seil Anfang des Jahres. Müller: „Und auch für die Straßen, die jetzt auf dem Plan stehen und die mit deutlich weniger Aufwand saniert werden, benötigen wir die Hilfe eines externen Büros, um die Planung überhaupt schaffen zu können.“

Eine Abfuhr holte sich auch Herman Reyher, der einen Abschnitt im Bereich westlich Höferhof anmahnte, der auf einer Länge von rund 250 Metern in einem sehr schlechten Zustand sei. Dazu erklärte Andrea Thelen vom Sachgebiet Tiefbau: „Eine neue Deckschicht reicht dort nicht aus, da muss deutlich mehr gemacht werden, vor allem was die Wasserführung und einen zu erstellenden Gehweg angeht.“ Ergänzt wurde diese Aussage von Müller, der darauf hinwies, dass es dort großen Planungsaufwand gebe und die Straßenerneuerung nur mit einer Beteiligung der Anwohner abgerechnet werden könne. „Davor schrecken diese aber zurück“, so Müller.

Erstaunt zeigten sich einige der Ausschussmitglieder über den Aufwand, den der Bauhof bei den kommunalen Straßen betreibt. So werden diese nach Aussage von Bernd Crone einmal im Monat komplett abgefahren, dabei würden sämtliche Schäden aufgelistet – nicht nur Schlaglöcher und wegbrechende Bankette, sondern auch fehlende Schilder und beschädigte Zäune. Im Gespräch mit der MZ sagte er dazu: „Unfallgefahren werden dann sofort beseitigt, alles andere wird in Dienstplänen erfasst und nach und nach abgearbeitet.“

So habe auch dieser Winter seine – durchschnittlichen – Spuren hinterlassen, bei vielen Frosttagen aber unterdurchschnittlichen Regentagen. Und während man in der kalten Jahreszeit nur mit Kaltmischgut arbeiten könne, bessere man seit 14 Tagen mit heißem Asphalt die neuen Schäden aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.