Gestrandet in Kierspe-Loh

Fahrer eines 15-Tonnen-Gespanns hört auf sein Navi - das hätte er nicht tun sollen

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Bei Berkenbaum fuhr sich am Dienstag ein Lkw fest.

Kierspe - Wer mag in Kierspe-Loh eine ganze Lkw-Ladung leerer Kanister bestellt haben? Wohl niemand. Deshalb war die Fahrt eines Coesfelder 15-Tonnen-Gespanns durch den Kiersper Ortsteil völlig sinnlos. Aber nicht folgenlos...

Denn: In einer der engen Kurven hatte sich der osteuropäische Fahrer festgefahren und einen Flurschaden angerichtet. Für das krumme Bushalteschild indes ist er nicht verantwortlich, das steht schon seit längerer Zeit nicht mehr gerade. Denn solche Pannen passieren in Loh leider häufiger, weshalb die Anwohner sichtlich genervt sind.

Die Anwohner sind schon sauer

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass die Polizei beim Rangieren und Einweisen helfen muss. Auch der Grünstreifen, das Ufer eines angrenzenden Grundstückes, wurde schon mehrfach beschädigt. Auch diesmal muss wohl wieder ein Gartenbauer ran, den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 200 Euro.

Hauptursache für dieses Malheur ist beinahe ein Klassiker: Blindes Vertrauen des Fahrers auf ein völlig ungeeignetes Navigationsgerät. Spektakulär war etwa die Irrfahrt eines 40-Tonners bis kurz vor die Burg Altena. In Schalksmühle musste ein Lkw aus dem Schlamm gezogen werden. In Nachrodt fand sich sich ein 40-Tonnen-Lkw mitten im Wald wieder.

Das Navi habe ihn, soviel ließ sich trotz der geringen Deutschkenntnisse des in Kierspe-Loh feststeckenden Truckers herausfinden, von einer Autobahn abfahren lassen, um nach Lüdenscheid zu gelangen. Der kürzeste Weg führt offenbar durch diese ländliche Ortslage.

Stadt Kierspe ist das Problem bekannt

Der Stadt Kierspe soll dies auch bekannt sein, unternahm aber bislang nichts dagegen. Die Anwohner wünschen sich zumindest Warnschilder. Ob die immer helfen, ist aber fraglich, denn auch in diesem Fall sei es wohl nicht gelungen, den Fahrer von seinem Manöver abzuhalten. Ein Anwohner berichtet, er habe geahnt, dass der Laster die Kurve nicht schafft und den Fahrer gewarnt. Leider hat der Fahrer dies nicht verstanden oder nicht ernst genommen.

Trotz allem gelang es einigermaßen zügig, das Gespann wieder auf die "richtige Spur" zu bringen. Der Fahrer bedankte sich per Handschlag bei den Polizisten und wird nun hoffentlich gut in Lüdenscheid ankommen.

Lkw bleibt in der Thoméestraße in Altena stecken

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