Kaum Zinsen

„Es gibt nicht viel auszuschütten“

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Der Vorstand der Manfred-Fischer-Stiftung tagte jetzt im Rathaus.

Kierspe - Auch wenn sie in der Öffentlichkeit von Kierspe nicht unbedingt präsent sind, so gibt es doch zwei städtische Stiftungen, die auf der einen Seite die Berufsfähigkeit von Jugendlichen fördern und andererseits dafür sorgen, dass die Altenstube in Kierspe, der Tanztee und auch das Bürgerhaus am Felderhof unterstützt werden.

Dabei hat die Manfred-Fischer Stiftung, die im Jahr 2008 ins Stiftungsverzeichnis eingetragen worden ist, allein in den vergangenen fünf Jahren 12 500 Euro an Förderung für das Jugendzentrum am Bahnhof, für die digitale Unterstützung der Gesamtschule und auch für den außerschulischen Lernort Schleiper Hammer ausgegeben.

Die andere – nicht ins Verzeichnis eingetragene – Stiftung existiert laut Haushalt der Stadt schon seit 2001 und konnte durch den Verkauf von Haus Sänger und Haus Detlefs und den Nachlass Pilz ein Grundkapital anlegen, mit dem die genannten Einrichtungen Altenstube, Tanztee und Bürgerhaus unterstützt werden konnten. Doch mittlerweile, darauf hatte Stadtkämmerer Olaf Stelse die Mitglieder des Hauptausschusses hingewiesen, werde es zunehmend schwieriger, in den beiden Stiftungen Zinserträge zu generieren, die dann als Förderung in die genannten Bereiche fließen.

„Es wird schwierig, etwas auszuschütten“, sagt Olaf Stelse angesichts von einem Zinssatz von 0,1 Prozent für eine Anlage auf dreieinhalb Jahren. Aus diesem Grund könne derzeit die Devise nur lauten, dass Grundkapital zu halten und versuchen, durch eine Zeitstaffelung bei den Geldanlagen zu unterschiedlichen Zeiten Zinserträge zu erhalten, welche dann an die Einrichtungen weitergegeben werden können.

Darüber beraten der Vorstand der Manfred-Fischer-Stiftung, zu dem der Helit-Geschäftsführer, ein Vorstandsmitglied der Sparkasse, der Stadtkämmerer, der Bürgermeister sowie je ein Mitglied aus Rat, Wirtschaft, Handwerk, und Kirchengemeinden zählen. Bei der anderen Stiftung ist es ein Kuratorium, das die Entscheidungen trifft.

Das Gremium setzt sich aus den Vorsitzenden der Ausschüsse für Sport und Jugend, Schule und Kultur sowie Stadtentwicklung, Planung und Demografie sowie dem Bürgermeister und dem Stadtkämmerer zusammen. Sie alle hoffen natürlich, dass sich die Entwicklung bei den Zinserträgen von Geldanlagen bald wieder in die andere Richtung entwickelt, damit es die Förderungen auch in Zukunft noch geben kann.

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