Sternsinger ziehen in Begleitung ihrer Familien durch Rönsahl

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Der Segensgruß wird als Aufkleber an der Tür angebracht und bleibt dort häufig über Jahre hinweg haften.

Rönsahl - Sternsingen ist häufig Familiensache, jedenfalls in Rönsahl. Die Erwachsenen organisieren und gehen als Begleiter mit, die Kinder singen.

Auch diesmal waren mehrere Familien im Einsatz. Hubertus Seidel, der die Aktion im Grenzdorf etablierte, war wieder mit seiner Frau Brigitte, Tochter Jenny und Bruder Georg federführend dabei.

Bei Durchführung und Organisation wird er seit einigen Jahren von Familie Lange aus Marienheide unterstützt, aber auch mehrere Rönsahler Familien sind aktiv. Meist gehen die Eltern dann mit ihren Kindern als Kleingruppe durchs Dorf.

Michaela Stegmann ist mit ihren Kindern Celine und Jan auch schon zum wiederholten Male dabei. Komplettiert wird die Gruppe diesmal durch die zehnjährige Amely Kelm.

Der vierjährige Jan ist trotz seines zarten Alters bereits ein Profi, er wurde von seiner Mutter Michaela schon im Buggy als kleiner König durchs Dorf geschoben. Die Zeiten sind natürlich längst vorbei, inzwischen klettert er selbständig die Treppenstufen zu den Haustüren hinauf. In diesem Jahr hat er eine „tragende“ Rolle: Jan darf den Stern halten. Für Lied und Segensspruch sind die großen Mädchen zuständig.

Die Erwachsenen hatten vorab festgelegt, welche Straßen die einzelnen Gruppen entlanggehen sollten. Am ersten Tag waren Michaela Stegmanns Könige auf der Hauptstraße unterwegs – ein lohnender Bezirk, denn hier befinden sich Geschäfte, Tankstelle und Bankfilialen. Die Gruppe ging von Haus zu Haus, klingelte, wartete und wenn jemand öffnete, sangen die Kinder ihr Lied.

Heimspiel in der Bäckerei

In der Bäckerei Kelm hatten sie ein echtes Heimspiel – Michaela Stegmann arbeitet hier. In der Sparkassen-Filiale kam ihr Auftritt dagegen etwas ungünstig, Mitarbeiterin Yvonne Bettag saß mitten in einem Kundengespräch. Trotzdem nahm sie sich einen Augenblick Zeit für die Kinder. Reich beschenkt mit Süßigkeiten und einer Spende in die Sammelbüchse zog die Gruppe weiter.

Der Segensgruß wird jeweils an der Tür angebracht und bleibt dort häufig über Jahre hinweg kleben. Für die Sternsinger ist das gleichzeitig ein Signal: Hier lohnt es sich, hinzugehen.

Gut zwei Stunden dauerte diese erste Runde, dann steuerten alle Gruppen wieder das Gemeindehaus St. Engelbert an, das auch in diesem Jahr organisatorischer Stützpunkt der Aktion ist. Dort hatten Helferinnen bereits ein Nudelessen vorbereitet, denn Sternsingen macht hungrig.

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