Kleine Könige bringen den Segen

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Die Kiersper Sternsinger erhielten von Pastor Myrda den Segen.

Rund um den Jahreswechsel sind nicht nur überall in Deutschland, sondern auch in Kierspe und in Rönsahl die Sternsinger unterwegs. Getragen wird die Aktion Dreikönigssingen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

KIERSPE/RÖNSAHL – Gut 30 Mädchen und Jungen in St. Josef hatten prächtige Gewänder umgelegt, trugen eine goldene Krone mit bunten Steinen und einige von ihnen hatten einen Stern dabei. Für sie begann Sonntagmorgen die Sternsingeraktion.

Von Straße zu Straße und von Wohnung zu Wohnung werden die Sternsinger ziehen, um Spenden für arme Kinder im Libanon zu sammeln. In ihren prächtigen Gewändern greifen die Sternsinger einen alten Brauch auf. Bereits im Mittelalter zogen junge Menschen in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige durch die Städte und verkündeten die Geburt Jesu.

Doch bevor die Kiersper Sternsinger an der ersten Tür klingelten, segnete Pastor Myrda noch die Kinder selbst und die Kreide, mit der sie den Segensspruch an jede Tür schreiben werden. 20*C+M+B+20 (Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus) lautet der Segensspruch und er soll den Bewohnern der Wohnungen Glück bringen. Die Kiersper Sternsinger werden noch am 30. Dezember sowie am 2., 3. und 4. Januar unterwegs sein. Dabei werden sie am 2. Januar den Kindergarten, Bürgermeister Frank Emde und die Seniorenheime besuchen. Am kommenden Sonntag ist dann der Abschlussgottesdienst, bei dem das Sammelergebnis verkündet wird.

In Rönsahl war Ortsbürgermeister Holger Scheel der Erste, der seine Spende in der Sammeldose der Rönsahler Sternsinger versenken durfte. Traditionell beginnt der Gang der Könige durchs Grenzdorf in der Brennerei. Hausherr Horst Becker war ebenfalls gekommen und hörte dem Lied der Kinder und Erwachsenen zu. „Sehet unsern Stern dort stehen, helles Licht in dunkler Nacht“ sangen die Kinder. In diesem Jahr war nur eine kleine Gruppe gekommen, denn Urlaubszeit und Krankheitswelle hatten die Zahl der Sternsinger auf exakt drei dezimiert. Das hatte den Vorteil, dass jedes Kind mit einer Aufgabe zum Zuge kam. Kristopas trug den Stern, Jan die Sammeldose. Leo, der Jüngste, war mit erwachsener Unterstützung ebenfalls beim Segensspruch dabei. Im letzten Jahr war er auch schon mitgegangen, aber diesmal war Jan Rekordhalter in der kleinen Gruppe: acht Jahre alt, zum siebenten Mal dabei. Zu Beginn wurde er noch von seiner Mutter im Buggy mitgefahren. Auch in der nächsten Woche gehen die jungen Segensbringer durchs Dorf, dann hofft Organisator Georg Seidel auf weitere Unterstützung. 

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