Der Bürgermeister bekommt Besuch von den Sternsingern

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Die Sternsinger aus Kierspe und Rönsahl besuchten den Bürgermeister Frank Emde und trugen ihr Lied vor. 

Kierspe - „Wir sagen Euch Dank für Eure Gaben, für die auf der Welt, die gar nichts haben. Wir wünschen Euch ein frohes Jahr, Kaspar, Melchior und Balthasar.“ So lautet der Spruch, der derzeit von den Sternsinger überall vortragen wird, wo ihnen die Türen geöffnet werden.

Mehr als 45 Mädchen und Jungen aus Kierspe und Rönsahl sammeln seit dem 27. Dezember als Sternsinger Spenden für bedürftige Kinder in Indien und aller Welt. Während sie bislang bei Privathaushalten klingelten, besuchten sie am vergangenen Mittwoch die Kiersper Seniorenheime sowie Bürgermeister Frank Emde im Rathaus. Viele der Kinder sind „Wiederholungstäter“, sie gehen bereits zum siebten oder sogar neunten Mal mit.

Am Mittwochmittag trafen sich die Kinder und Begleiter schon zeitig, denn sie waren zu einem gemeinsamen Mittagessen im Gemeindehaus am Glockenweg eingeladen. Danach teilte sich die Gruppe auf, Ziel waren das Seniorenzentrum der Awo und die „Residenz“. Gesungen wurde hier nicht nur das Sternsingerlied „Seht ihr unseren Stern dort stehen“, auch „Gloria“ und „Stern über Bethlehem“ stimmten die Kinder an. 

Der Höhepunkt des Nachmittages war jedoch der Besuch bei Bürgermeister Frank Emde. Verstärkung bekamen die Sternsinger von St. Josef nun von den Rönsahler Sternsingern. Und der Empfang war herzlich: Getränke standen auf den Tischen und auch ein Teller mit Gebäck lud zum Zugreifen ein. Bürgermeister Emde freute sich sichtlich über den Besuch der Sternsinger. Er hatte die Legende vom vierten König für die Kinder herausgesucht. Daraus las er ihnen die Episode vor, wie König Coredan die anderen drei Könige verpasst hatte. Der Grund: sein Reittier lahmte. Auf seiner weiteren Reise erschien Coredan ein Stern, doch der führte ihn nicht zu Jesus, sondern zu bedürftigen Menschen. Ihnen gab er die eigentlich für Jesus bestimmten Edelsteine. So irrte Coredan durch die Welt und sein Leben, ohne Jesus zu finden. Erst als er sehr alt war, sah er den Stern wieder. Dieses Mal führte er ihn nach Jerusalem zum Kreuz, an dem Jesus hing. Coredan hatte den Sohn Gottes nicht vergebens gesucht, er hatte ihn schließlich doch noch gefunden.

Ein wenig müde waren die Kinder nach getaner „Arbeit“ an diesem Nachmittag schon: „Der Regen heute war nicht so schlimm, wie letzte Woche der Schnee“, berichtete Begleiterin Birgit Raphael-Nowak dem Bürgermeister und auch Georg Seidel aus Rönsahl pflichtete ihr bei: „So haben wir nicht so viele Familien erreichen können, wie wir es uns gewünscht haben.“ Dennoch hoffen die Sternsinger jetzt, den Rückstand aufzuholen, denn viele Menschen warten noch auf die Kinder. 

Zum Abschluss sangen die Mädchen und Jungen dem Bürgermeister ihre Sternsingerlieder vor. Auf die Tür zum Ratssaal klebte die fünfjährige Enie die Segensbitte 20*C+M+B+18 und sie sagte ihren Segensspruch auf. Diese Segensbitte galt früher als Bann und soll auch heute noch den Segen Gottes auf das Haus und seine Bewohner herabrufen und sie vor Unglück schützen.

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