Volksbank spendet 3000 Euro an Verein „Menschen helfen“

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In der Flüchtlingsunterkunft an der Kölner Straße überreichte Volksbank-Vorstand Stephan Böhse (Zweiter von links) den symbolischen Scheck für den Verein „Menschen helfen“.

Kierspe - Über eine stattliche Spende der Volksbank Kierspe in Höhe von 3000 Euro kann sich der Kiersper Verein „Menschen helfen“ freuen.

Als Repräsentanten des Vereins kamen Karin Schmid-Essing, Fritz Schmid und Günther Barth zur Spendenübergabe in die Flüchtlingsunterkunft an der Kölner Straße. Dort nahmen sie den symbolischen Scheck aus den Händen des Volksbankvorstands Stephan Böhse entgegen. Ebenfalls bei der Übergabe dabei waren die Bewohner des Hauses, zehn Männer aus Bangladesch, Syrien, dem Iran, Pakistan und Afghanistan.

„Wir haben in diesem Jahr bei der Vergabe der Spenden den Schwerpunkt auf humanitäre Vereine gelegt, die geopolitische Probleme anpacken“, erklärte Stephan Böhse. Bei der Gelegenheit ließ er sich von Karin Schmid-Essing darüber in Kenntnis setzen, welche Hilfeleistung der Verein mit dem Geld plant. „Die Stadt Kierspe sorgt in den Flüchtlingswohnungen nur für die Grundausstattung wie Schrank, Bett, Tisch, Stuhl, Kühlschrank und Herd“, erklärte sie. „Alles andere müssen sich die Flüchtlinge selbst besorgen.“

Dabei helfe ihnen der Verein. Gardinen, Reinigungsmittel, Eimer und noch mehr erhalten sie von „Menschen helfen“, aber auch Schulbücher oder Busfahrkarten, um zum Beispiel vom Herlinghauser Weg nach Kierspe oder Lüdenscheid zu kommen und dort die Deutschkurse zu besuchen. „Zudem haben wir Sportkleidung für die Schüler gekauft“, berichtete Fritz Schmid. Sport Engstfeld habe einen sehr großzügigen Nachlass auf den Kaufpreis gewährt.

Die Mitglieder des Vereins spielten mit dem Gedanken, den Flüchtlingen künftig Sportangebote zu finanzieren. Denn obwohl viele Sportvereine bereit seien, Nachlässe zu geben, könnten die Flüchtlinge mit etwas mehr als 300 Euro im Monat keine großen Sprünge machen. „Während wir 2014 wöchentlich etwa zwei Flüchtlinge zugewiesen bekamen, werden es in diesem Jahr voraussichtlich fünf Flüchtlinge pro Woche sein“, so Schmid-Essing. Dass dies die Stadt Kierspe auch finanziell überfordere, liege auf der Hand.

„Wir sind froh, dass es viele Menschen in Kierspe gibt, die uns finanziell unterstützen, die aber auch bereit sind, kleinere und größere praktische Aufgaben in unserer ,Kiersper Willkommenskultur‘ zu übernehmen“.

Gertrud Goldbach

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