Stellungnahme der Grünen zum Lausebergaufstieg

Hermann Reyher, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Kierspe

Kierspe -  Im Rahmen einer Stellungnahme äußerte sich nun die Grünen-Fraktion zum MZ-Bericht „Ein wichtiger Schritt in Richtung Ortsumgehung“ vom vergangenen Freitag.

Fraktionsvorsitzender Hermann Reyher schreibt darin: „Nun ist der geplante Kiersper Lausebergaufstieg in den neuen Bundesverkehrswegeplan bis 2030 aufgenommen worden. Die heimischen Grünen haben sich bekanntlich jahrzehntelang gegen die 3,7 Kilometer lange Nordumgehung gewandt aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes sowie finanziellen Auswirkungen für unsere Stadt.“

„Denn“, so Reyher weiter, „die superteure Gesamtinvestition von 28,9 Millionen Euro ist für Kierspe nicht zum Nulltarif zu haben. Vor einigen Jahren sollte der Lausebergaufstieg übrigens noch etwa die Hälfte kosten. Alle Bundes- und Landesstraßenprojekte werden im kommunalen Bereich nicht zu 100 Prozent von den übergeordneten Gebietskörperschaften finanziert.“

In Richtung des Kiersper Beigeordneten Olaf Stelse fügt Reyher hinzu, dass dieser in der Meinerzhagener Zeitung die „kleine Überraschung“ aus Berlin mit dem Satz „Es ist der erste Schritt in die richtige Richtung“ begrüßte. Jedoch sei Stelse auch der Kiersper Stadtkämmerer.

„Er hat seit Jahren einen riesigen Schuldenberg mit über 40 Millionen Euro zu verwalten und jährlich kommen Nettoneuverschuldungen in Millionenhöhe dazu. Wer außer unseren Kindern und Enkeln müssen diese finanziellen Lasten einmal tragen? Zukünftig drohen ständig steigende Steuererhöhungen (Grundbesitzabgaben). Oder die beliebten Bürgereinrichtungen wie Sportanlagen, das Hallenbad oder die Stadtbibliothek drohen geschlossen zu werden.“

All diese Überlegungen und Konsequenzen sollen in einer Grünen-Sitzung am 29. März in der Gaststätte Zur Post angesichts eines geplanten Lausebergaufstiegs diskutiert werden.

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