Stadt ist auf einem guten Weg

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Dieter Grafe (links) und Oliver Knuf sehen in Kierspe eine gelungene Entwicklungspolitik durch die Stadtverwaltung und auch durch große Teile der Politik. ▪

KIERSPE ▪ „Wir wollen den Wahlkampf noch nicht eröffnen, aber doch Stellung zu Themen beziehen, die wir für zu unrecht kritisiert oder nachdenkenswert halten“, eröffnet Dieter Grafe, Fraktionsvorsitzender der Kiersper UWG, das Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung.

So sei den UWG-Mitgliedern die Kritik an Stadtplaner Rainer Schürmann, die immer wieder von verschiedenen Seiten geäußert worden sei, übel aufgestoßen. „Diese Kritik trifft uns genauso“, so Grafe, der sich dagegen verwehrt, dass von anderen politischen Gruppierungen in Kierspe der Stadtverwaltung Konzeptlosigkeit und mangelnde nachhaltige Planung vorgeworfen werde. „Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Stadtverwaltung Planungen entwickelt hat, um den Schwerlastverkehr aus der Stadt herauszubekommen, doch gerade dies wollen die kritisierenden Politiker verhindern“, ergänzt UWG- und Ratsmitglied Oliver Knuf. Als gelungenes Beispiel stadtplanerischer Aktivitäten nennt er an dieser Stelle das Baugebiet „Östlich Rathaus“, in dem gerade noch zwei Grundstücke, über die die Stadt verfügen könne, nicht veräußert seien. Grafe nutzt diese Vorlage, um auch auf die gute Belegung der Seniorenresidenz an der Montigny-Allee hinzuweisen: „Dort wohnen mittlerweile 70 Menschen. Durch die Residenz in Verbindung mit dem Seniorenzentrum haben Kiersper die Möglichkeit, auch im Alter in ihrer Heimatstadt zu leben.“

Deutlich würden die Visionen der Stadtverwaltung aber auch an anderen Punkten. Knuf: „Wenn es keine Überlegungen für die Zukunft gäbe, dann würde weder für die Regionale geplant, noch über die Bebauung der Bremicker-Wiesen nachgedacht.“ Als gelungene Projekte nennt Grafe dann noch das bald zu errichtende Portalgebäude am Einkaufspark Wildenkuhlen, den Straßenausbau der vergangenen Jahre – unter anderem an der Friedrich-Ebert-Straße und an der Kölner Straße – sowie den neuen Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB).

Und auch bei der Wirtschaftsförderung sehen die beiden UWG-Politiker die Stadt auf einem guten Weg. Grafe: „Wäre das Gewerbegebiet Kiersper Hagen nicht erschlossen worden, hätte Kiersper ein Unternehmen verloren, ein anderes hätte sich nie in der Stadt angesiedelt. Dass es das Gebiet gibt, ist der CDU, der FDP und der UWG zu verdanken. Denn wir hatten unsere Zustimmung zum interkommunalen Gewerbegebiet davon abhängig gemacht, dass uns die Bezirksregierung erlaubte, im Bereich Kiersper Hagen ein eigenes Gewerbegebiet auszuweisen.“ Allerdings wünschen sich Knuf und Grafe, dass Möglichkeiten gefunden werden, weitere Gebiete auszuweisen, um auch anderen Firmen Entwicklungsmöglichkeiten bieten zu können.

Gleichwohl betonten die beiden Politiker, dass Visionen und Planungen auch bezahlbar sein müssten. Wobei sie in der Regionale eine einmalige Chance sehen, die man nicht ungenutzt lassen dürfe. „Wenn wir jetzt nicht zugreifen, dann verpassen wir eine großartige Möglichkeit. Dann werden sich die Nachbarkommunen – zu denen wir auch im Wettbewerb stehen – das Geld holen“, erklärt Grafe abschließend. ▪ Johannes Becker

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