DRK stellt Konzept der OGS an der Bismarckschule vor

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Trotz aller Kritik am Wechsel zum DRK als Träger in der letzten Zeit steht doch fest, dass sich zumindest die Kinder, die die OGS an der Bismarckschule besuchen, dort sehr wohl fühlen. Und auch die Eltern sind mit der neuen Leiterin Ann-Katherin Heß hochzufrieden. ▪

KIERSPE ▪ „Wir wollen den Kindern helfen, es selbst zu tun“, informierte der hauptamtliche Kreisvorstand des Deutschen Roten Kreuzes, Ulrich Hoffmann, als er im Schul- und Kulturausschuss kurz das Konzept der seit wenigen Monaten vom DRK geführten Offenen Ganztagsgrundschule an der Bismarckschule vorstellte. Von Rolf Haase

Dabei betonte er, dass der Leitgedanke sich von den Grundsätzen des Roten Kreuzes ableite. Konkret werde gemeinsam gespielt, es gebe eine Hausaufgabenbetreuung, gezielte Förderung für Schüler, natürlich aber auch Ruhephasen und das Mittagessen werde gemeinsam eingenommen.

Gedacht, so Hoffmann, sei außerdem daran, eine Vorstufe zum Schulsanitätsdienst an weiterführenden Schulen aufzubauen. Jedenfalls sollen die Kleinen mit Erster Hilfe konfrontiert werden. Das DRK überlege zudem das Fair-Mobil und das Body- und Grips-Mobil nach Kierspe zu schicken. Eine Kooperation mit den örtlichen Vereinen sei ebenfalls geplant. Ganz wichtig ist dem neuen OGS-Träger eine enge Zusammenarbeit mit der Schule und den Eltern.

Bei seiner Darstellung erwähnte er allerdings auch einen Wermutstropfen: So sei seitens der Stadt im Vorfeld vermittelt worden, dass von einer weiter ausbaufähigen Gruppe mit 25 Kindern ausgegangen werde könne, tatsächlich habe dann aber mit 14 Kindern begonnen werden müssen, die sich inzwischen auf 16 aufgestockt hätten. „Dadurch fehlen uns ganz erhebliche finanzielle Mittel“, stellte der DRK-Vorstand fest und ließ durchblicken, dass aus dem Grund der Personaleinsatz auf ein Mindestmaß reduziert werden musste.

Kritik seitens einiger anwesender Eltern, denen der Ausschussvorsitzende Clemens Wieland am Montag im Rathaus Rederecht einräumte, fand besonders, dass die konzeptionellen Aussagen ihnen zu dürftig erschienen, es an der Organisation hapere und außerdem die Zusage, dass auch Kinder der Betreuungsgruppe an der Ferienbetreuung teilnehmen dürften, nicht eingehalten worden sei. Ebenfalls der reduzierte Personaleinsatz wurde bemängelt.

Auf die Frage von Hermann Reyher von den Grünen, warum so viel Ärger, Aufregung und Unzufriedenheit bei den Eltern rund um den Start des neuen OGS-Trägers entstanden sei, konnte Hoffmann nur auf Vermutungen zurückgreifen: „Viele Eltern haben anscheinend nicht verstanden, warum es einen neuen Träger gab.“ Ob auch Vorbehalte gegenüber dem DRK eine Rolle gespielt hätten, könne er nicht sagen. Zu den konkreten Gründen sei ihm ansonsten nichts zu Ohren gekommen.

Der Fachausschuss folgte schließlich dem Vorschlag des Beigeordneten Olaf Stelse, der auch die Verhandlungen mit dem DRK geführt hatte, dem neuen Träger erst einmal noch mehr Zeit einzuräumen und diesen dann im Frühjahr nochmals in das Gremium einzuladen, um eine Bilanz zum Start zu ziehen. Vielleicht war es dafür am Montag nach nur wenigen Monaten auch noch etwas zu früh.

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