Umweltfonds für Kierspe: Eine Idee der UWG

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Thorben Weber, Steffen Wieland und Felix Goseberg (von rechts) stellen die Idee eines Umweltfonds für Kierspe vor.

Kierspe – Einmal im Jahr organisiert die UWG Kierspe den Frühjahrsputz, dem sich immer zahlreiche Kiersper Gruppen anschließen. Doch bei dieser Reinigungsaktion wollen es die Unabhängigen nicht bewenden lassen. Geht es nach Ihnen, wird umweltbewusstes Handeln in Zukunft gefördert.

„Vor rund einem Jahr haben unsere Überlegungen begonnen. Wir glauben, dass die Förderung von Maßnahmen, die dem Schutz der Umwelt dienen, sehr sinnvoll ist“, erklärt Steffen Wieland, der das Projekt gemeinsam mit Thorben Weber und Felix Goseberg vorstellt. Demnach möchte die UWG einen Umweltfonds ins Leben ruft, der „umwelterhaltende oder -verbessernde Projekte“ mit je 500 Euro unterstützt. Vorausgesetzt, dass Projekt betrifft Kiersper oder Kierspe, ist teurer als 2000 Euro und erfüllt weitere Kriterien des Umweltfonds.

„Wir haben bei der Ideenfindung auch mal über den Tellerrand geschaut. Dabei ist uns die Stadt Hilchenbach aufgefallen, die bereits seit 2006 Umweltschutzprojekte mit Geld aus einem Umweltfonds unterstützt. Doch all zu viele Kommunen, die so etwas machen, gibt es noch nicht, da könnte Kierspe eine Vorreiterrolle einnehmen“, erklärt Weber.

Nach Vorstellung der UWG sollen „Anlagen zur rationellen Energieverwendung, zum Beispiel die Errichtung von Solaranlagen, Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung und zur energetischen Nutzung von Holz, Nutzung von Geothermie, Maßnahmen des Natur- und Landschaftsschutzes zum Beispiel durch standortgerechte Pflanzungen, Anlage und Pflege von Biotopen sowie Fassaden- und Dachbegrünung“ gefördert werden. Aber auch Elektrofahrzeuge und die Erstellung von Ladestationen sollen mit einem Zuschuss bedacht werden. „Dazu würde auch ein Elektroauto gehören, aber eben auch der Kauf eines E-Bikes oder eines elektrisch angetriebenen Rollers“, sagt Wieland.

Allerdings gibt es nach Vorstellung der UWG-Politiker auch Einschränkungen bei der Förderung. So darf pro Haushalt oder Verein nur ein Projekt im Jahr gefördert werden und die Vergabe erfolgt in der Reihenfolge der Antragstellung, die Politiker sprechen dabei vom „Windhundverfahren“. Betont wird, dass Doppelbegünstigungen, also zusätzliche Förderungen, möglich sind.

Wieland, Weber und Goseberg stellen auch gleich die Finanzierung vor: „Wir möchten, dass die Vergnügungssteuer von derzeit 4,8 auf 6 Prozent angehoben wird. Dadurch würden wir rund 37 500 Euro mehr Steuereinnahmen bekommen, aus denen sich die Förderungen bezahlen lassen.“

Die Politiker haben sich auch in diesem Punkt in der Nachbarschaft umgeschaut. „Viele Kommunen im Umfeld Kierspes haben die Vergnügungssteuer auf 5,5 Prozent festgesetzt“, so Wieland. Er rechnet vor, dass eine Festsetzung auf diese Höhe immer noch rund 20 000 Euro Mehreinnahmen ermögliche. Und genau diese Summe entspricht auch dem angedachten Fonds. „Natürlich wäre es wünschenswert, wenn auch die Sparkassenstiftung, die Stadtwerke, andere Firmen oder Einzelpersonen noch Geld zur Verfügung stellen, damit mehr Projekte gefördert werden können“, hofft Weber.

Möglichst schnell soll nun aus der Idee eines Umweltfonds ein Antrag werden, der bei einer Ratssitzung eingebracht wird. Dann ist es an den Ratsmitgliedern darüber zu entscheiden, ob aus der Idee Realität wird.

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