Steigende Teilnehmerzahlen KRC-Veteranenrallye

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Ein besonderer Hingucker bei der Veteranenrallye des Kiersper Rallye Clubs waren die drei Moto Guzzis, mit denen der Freundeskreis aus Nideggen angereist.

Kierspe -  74 Motorräder und Roller aus den Jahren 1927 bis 1993 glänzten am Samstagmorgen auf dem Gelände des Autohauses Knabe an der Osemundstraße und warteten auf ihren Start. Der Kiersper Rallye Club hatte zu seiner elften ADAC-KRC Motorrad-Veteranenrallye eingeladen.

Von Gertrud Goldbach

Rund 105 Kilometer lang war die Strecke, die an diesem Tag zurückgelegt werden musste. Dabei hatten alle Fahrer darauf zu achten, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde eingehalten wurde. Durchgangs- und Zeitkontrollen sowie Gleichmäßigkeitsprüfungen waren zudem zu durchlaufen. Wenn kleine Fehler gemacht wurden, zog das einen Punkteabzug nach sich.

Start war am Autohaus Knabe um Punkt 10.01 Uhr. Von dort fuhren die Teilnehmer Richtung Meinerzhagen, doch schon auf der Waldhelmstraße musste der „Kierspe Grand Prix“ absolviert werden, die erste von vier Gleichmäßigkeitsprüfungen. In 40 Sekunden hatten die Fahrer dabei einen Parcours zu bewältigen, bei dem es auf die Einhaltung der genauen Geschwindigkeit und Zeit ankam.

War dies geschafft, ging es für die Teilnehmer weiter zur Volmequelle, dann Richtung Olpe und zur Ingemertermühle sowie entlang der Bigge- und der Listertalsperre nach Mühlhofe, wo die Mittagsrast in der alten Knochenmühle eingelegt wurde. Gut 90 Minuten hatten die Fahrer Zeit sich zu erholen und bei herrlichstem Wetter über den Streckenverlauf auszutauschen, bevor die Rückfahrt angetreten wurde. Der Heimweg führte über Rinkscheid und durchs Ebbegebirge nach Herscheid, weiter zur Versetalsperre, vorbei an Schloss Neuenhof und durch das Volmetal wieder nach Kierspe. Hier durften die ersten Fahrzeuge um 15:29 Uhr ankommen, wenn alles richtig gemacht worden war.

Auffällig war unter den alten Motorrädern eine Gruppe von drei Moto Guzzis. Sie kamen alle aus Nideggen und und gehörten Mitgliedern des Freundeskreises aus Düren. Joachim Schulte, Dr. Artur Wolff und Heinz-Josef Pohl schwören auf ihre V 7 Spezial mit 50 PS und 750 Kubikmetern von 1971, ihrer Falcone Sport von 1952 mit 23 PS und 500 Kubik sowie ihrer Airone von 1940 mit 10 PS und 250 Kubik. „Das sind einfach schöne Motorräder“, schwärmte Joachim Schulte über diese Marke. „Sie haben einen tollen Sound, sehen gut aus und sind absolut verlässlich.“

„Wir fahren vorher die Strecke ab und ‚warnen’ in kleinen Orten die Bewohner vor“, berichtete Lothar Kasper vom Organisationsteam des KRC. „Als wir uns heute an einem dieser Einödhöfe uns für eine Streckenkontrolle einrichteten, brachte uns die Hausfrau ein großes Stück warmen Pflaumenkuchen und einen Pott Kaffee heraus. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Erfreut sind die Organisatoren auch darüber, dass die Motorrad-Veteranenrallye sich inzwischen so gut etabliert hat. Bei der ersten Rallye hatten nur 17 Teilnehmer mitgemacht, im letzten Jahr waren es 59, in diesem 74.

Aus Kiel, Neckargemünd oder Cuxhaven kamen die Teilnehmer, und zwei waren aus Meinerzhagen; Max Finke und Daniel Sauer gehörten zur Jugendklasse. Sie kamen mit ihren Hercules und waren auch schon 2013 dabei.

Das Datum der nächsten Motorrad-Veteranenrallye, den 15. August 2015, können sich Interessierte schon in ihrem Kalender vormerken.

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