Bismarck- und Servatiusschule: Karriere im eigenen Haus

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Seit einer Woche ist Stefanie Fischer Rektorin der Verbundschule mit den Standorten Bismarck- und Servatiusschule. Zuvor war sie dort schon als Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin tätig.

Kierspe - Das Büro wirkt noch etwas karg. Dort, wo persönliche Bilder hingen und blau-weiße Wimpel die Wände zierten, stecken jetzt nur noch Nägel und Heftzwecken. Pläne, wie diese Wände bald aussehen sollen, hat Stefanie Fischer, die neue Leitung der Verbundschule mit den Standorten Bismarck- und Servatiusschule schon.

Genau wie sie sich schon viele Gedanken gemacht hat, welche neuen Schwerpunkte sie bei der Leitung der Schulen setzen möchte.

Wenn Kontinuität ein Merkmal guter Schulpolitik ist, dann haben Schulamt und Schulträger einen Volltreffer gelandet. Stefanie Fischer ist seit Mitte der 2000er-Jahre an der Bismarckschule und ist seit fast drei Jahren in der Schulleitung tätig. Seit dem 1. Februar ist sie nun Schulleiterin – und damit Nachfolgerin von Ekkehard Haas, der am 31. Januar in den Ruhestand versetzt wurde.

Fischer verbrachte zwar die ersten drei Jahre ihres Lebens in Meinerzhagen – doch pünktlich zum Besuch des Kindergartens war der Umzug nach Kierspe erfolgt. Dort bekam die heute 46-Jährige auch den ersten Kontakt zur Grundschule. Als Schülerin besuchte sie die Pestalozzischule. Danach ging es auf der Gesamtschule weiter. Nach dem Abitur – schon mit Pädagogik-Leistungskurs – folgte das Lehramtsstudium für die Primarstufe an der Universität Siegen. Mathematik, evangelische Religion und Deutsch als Schwerpunkt füllten dieses aus – wobei Grundschullehrer auch außerhalb ihrer Fächerkombination eingesetzt werden.

Versetzungsantrag nach Kierspe schnell genehmigt

Zum Referendariat ging es nach Plettenberg. Und danach – wie für so viele – in eine Anzahl von Vertretungsstellen. Meist fand die Kiersperin diese in Plettenberg, einmal aber auch an der Servatiusschule in Rönsahl. Ihre erste „feste“ Stelle hatte aber wieder die Fahrt nach Plettenberg zur Folge, wo sie an der Eschen-Schule auch die erste Klassenleitung übernahm. „Ich habe dann relativ schnell einen Versetzungsantrag gestellt, um näher an meinen Wohnort zu kommen. Dieser wurde dann ungewöhnlich schnell genehmigt“, erinnert sich Fischer. An der Bismarckschule bekam sie dann auch gleich ein erstes Schuljahr.

Nach dem Weggang der Rektorin in Rönsahl übernahm die Kiersperin dort kommissarisch die Schulleitung und bereitete sich auf die Revision zur stellvertretenden Schulleitung vor, um dieses Amt mit der Gründung der Verbundschule auch offiziell ausüben zu können.

Ein Lehrer und ein Konrektor fehlen

Mit der Aussicht, die Schulleitung nach der Pensionierung von Haas übernehmen zu können, folgte dann im April des vergangenen Jahres die Revision zur Schulleiterin. So problemlos und ungewöhnlich schnell auch die Besetzung der neuen Stelle funktionierte, der Verbundschule fehlen derzeit zwei Stellen. Zum einen fehlt ein Lehrer, zum anderen gibt es derzeit keinen Konrektor.

Doch darüber spricht Fischer nur auf Nachfrage. Bei ihr überwiegt die Freude darüber, „mit dem tollen Team an beiden Standorten weiterarbeiten zu können.“ „Das macht einfach Spaß“, betont die Kiersperin.

Wandern und Segeln zum Gedanken schweifen lassen

Außerhalb der Schule verbringt die Pädagogin, die seit Jahren in Rönsahl lebt, ihre Freizeit gemeinsam mit ihrem Mann gerne auf dem Wasser. Und wenn das Wetter oder die Zeit das Segeln nicht zulassen, dann greift sie zum festen Schuhwerk und wandert durch die heimische Landschaft.

Bei diesen Hobbys ist auch Zeit, die Gedanken schweifen zu lassen und darüber nachzudenken, welche Akzente sie setzen möchte. Der Einsatz neuer Medien und die Digitalisierung sind Punkte, die sie stärker fördern möchte. Behutsam und langfristig sind diese Pläne ausgelegt. „Vieles konnte ich ja auch schon in den vergangenen Jahren in der Schulleitung anstoßen, so dass große Richtungswechsel erst einmal nicht notwendig sind“, erklärt Fischer. Schneller wird es da sicher mit der Gestaltung des eigenen Büros vorangehen.

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