Multimediales Pilotprojekt

GSK stattet Schüler mit Tablet-PCs aus

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Jeder Gesamtschüler soll in Zukunft für die Arbeit im Unterricht einen Tablet-PC zur Verfügung haben.

KIERSPE - Die Gesamtschule rüstet beim Einsatz der modernen elektronischen Medien auf und will zunächst den neuen elften Jahrgang sowie außerdem eine Klasse im neuen fünften Jahrgang im Rahmen eines Pilotprojekts komplett mit Tablet-PCs ausstatten.

Das stellten jetzt Schulleiter Johannes Heintges, sein Stellvertreter Stefan Müller, Stufenleiterin 5/6 Sigrun Wolf sowie Jan Przybyla von der Medienarbeitsgruppe vor. Letzterer hat auch federführend Planung und Koordination in die Hand genommen.

Die ersten Vorüberlegungen entstanden bereits vor eineinhalb Jahren. Es handelt sich um einen zentralen Bestandteil des neuen Medienkonzeptes, mit dem die weiterführende Kiersper Bildungseinrichtung ihren Unterricht zeitgemäßer gestalten will. Ziel ist, während der nächsten vier bis fünf Jahre den Tablet-Einsatz immer weiter auszubauen, so dass jedem Schüler in den 43 Klassen ein solches Gerät zur Verfügung steht. Für die Planung der Maßnahme konnte die Medienarbeitsgruppe unter anderem Erfahrungen der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale mit den Berufsschulen im Märkischen Kreis nutzen. Ab Sommer werden erst einmal Praxiserfahrungen gesammelt.

Ermöglicht wird die Initiative durch die Sparkasse, die das Projekt unterstützt und für die ersten fünf Klassen interaktive Beamer sowie die notwendige Infrastruktur einschließlich leistungsstarker Router finanziert. Dafür sind allein 21 500 Euro kalkuliert. Die Tablet-PCs werden von den Eltern angeschafft. Da es jedoch eine Großbestellung von 150 Geräten geben wird, können besonders günstige Konditionen von nur rund 280 Euro angeboten werden. Dieser Preis schließe nicht nur das Tablet, sondern außerdem eine separate Tastatur mit Hub ein, was besonders für die schreibintensiveren Fächer wichtig sei, wie Heintges, Müller, Wolf und Przybyla betonen. Alle Schüler sollen gleich ausgestattet werden, so dass sie die gleichen Chancen haben und zudem Kompatibilität sichergestellt ist.

„Die interaktiven Beamer, die dann in jeder Klasse unter der Decke montiert werden, können per Stift sowie ebenfalls von jedem Tablet aus über W-LAN angesteuert werden. So können die Schüler künftig ganz einfach per Powerpoint ihre Themen präsentieren“, erläutern die vier. Die Schüler sollen durch den kontinuierlichen Gebrauch der Tablets im Unterricht nicht nur in der korrekten Handhabung des Gerätes und der sinnvollen Anwendung von Programmen geschult werden, sondern genauso Kompetenzen im Umgang mit eigenen und fremden Daten, mit den Gefahren und Möglichkeiten der digitalen Welt sowie dem sachgerechten Verhalten in sozialen Netzwerken erlernen.

Schulleiter Johannes Heintges unterstreicht: „Wir alle sind täglich mit den sogenannten neuen Medien konfrontiert, telefonieren mit Mobiltelefonen und Smartphones, versenden Emails oder lesen E-Books. Wir denken, dass Schule sich dieser gesellschaftlichen Entwicklung nicht verschließen darf.“ Für die neuen Fünftklässler steht jetzt somit nicht nur die Entscheidung für die Schwerpunktklassen an, sondern auch, ob sie an dem Tablet-Pilotprojekt teilnehmen möchten. - rh

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