Plakate lösen sich bei Regen von der Wand

Werbetafel verliert Inhalt, Anwohner sind genervt

Starker Regen hat das Plakat von der Werbewand gewaschen. Große Teile liegen unter der Wand, andere wurden verweht.
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Starker Regen hat das Plakat von der Werbewand gewaschen. Große Teile liegen unter der Wand, andere wurden verweht.

Hoffentlich reagieren die Produkte, für die an der Kölner Straße in unmittelbarer Nähe der Jet-Tankstelle geworben wird, nicht so empfindlich auf Nässe wie es die Werbetafel tut. In großen Stücken hat sich bei Regen das Plakat von der Tafel gelöst, liegt zum Teil darunter – aber große Stücke haben sich auch über die Straße verteilt und sind in Vorgärten gelandet. Bei weitem nicht das einzige Ärgernis für die Anwohner.

Kierspe - Seit rund 20 Jahren wohnt Andreas Schindler an der Kölner Straße. Mit Freude habe er immer seinen Vorgarten gepflegt und den Bürgersteig vor dem Haus gekehrt. „Aber das macht einfach keinen Spaß mehr. Überall liegt Müll, jetzt auch noch die Plakatteile und dann wird vor dem Haus gerast, wie man es sich nicht vorstellen kann“, erzählt der Kiersper.

Dass auf der Kölner Straße von der Kreuzung Wildenkuhlen in Richtung Funkenhof sehr schnell gefahren wird, ist kein Geheimnis und auch der Kreis versucht, mit Geschwindigkeitskontrollen gegenzusteuern. Doch diese Bemühungen wurden durch einen Anschlag in der Nacht zum 11. Januar zunichte gemacht. Eigentlich sollte der Enforcement Trailer, mit dem dort die Geschwindigkeit gemessen wurde, auch massiven Anschlägen widerstehen. Doch gegen das Feuer, das Unbekannte auf dem massiven Gerät entzündeten, war auch die „Panzerung“ letztlich wirkungslos. Damit hat sich die Anzahl dieser mobilen Blitzer, die im Kreis eingesetzt werden, um 50 Prozent reduziert.

Schindler: „Ich habe mal beim Kreis nachgefragt, zu welchen Ergebnissen man in den wenigen Tagen, die der Blitzer an der Kölner Straße stand, gekommen ist. Da wurde mir gesagt, dass außergewöhnlich viele Verstöße festgestellt worden seien.“ Nun soll, so hat es die Stadt dem Anwohner auf seine Nachfrage mitgeteilt, vonseiten der Polizei die Geschwindigkeit der Fahrzeuge überprüft werden. „Ich glaube nicht, dass da viel passiert. Ich habe jedenfalls mein Schlafzimmer von der Straßenseite auf die Rückseite des Hauses verlegt“, sagt Schindler resignierend.

Aber die schnellen Autos vor der Haustür sind eben nicht das einzige, was für Verdruss bei dem Anwohner sorgt. Seitdem ein Discounter und die Tankstelle an der Kreuzung eröffnet hätten, liege überall Müll rum. Tatsächlich finden sich in den Vorgärten und auf Freiflächen viele Verpackungen, Plastikstreifen haben sich in Büschen verfangen und in einem der Vorgärten liegt nun auch noch ein großer Teil des schon erwähnten Plakats.

Auch das hat Schindler der Stadtverwaltung mitgeteilt. In der Antwort des Bürgermeisters heißt es: „Bezüglich der Werbeanlage auf der Grundstücksfläche der Jet-Tankstelle kann ich Ihnen mitteilen, dass der Betreiber der Plakatwand vom Ordnungsamt entsprechend angeschrieben wird.“

Ob dieses Schreiben bei der Firma eine Wirkung erzielt, bleibt abzuwarten. Im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung war man sehr auf Abwehr aus: „Ihre Anfrage müssen Sie schriftlich stellen. Dann müssen wir erst einmal prüfen, wer dafür zuständig ist. Wir melden uns dann. Aber das kann dauern.“

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